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Patienten der Kinderklinik Sankt Augustin: Bonner Porsche-Club fährt mit krebskranken Kindern

Patienten der Kinderklinik Sankt Augustin : Bonner Porsche-Club fährt mit krebskranken Kindern

Total beeindruckt waren jetzt 20 krebskranke Kinder, die zusammen mit ihren Geschwistern, Eltern und ihren besten Freunden einmal in einem Porsche mitfahren durften. Und zwar in klassischen Sportwagen, alte und neuere, davon viele offen.

35 Porsche-Fahrer mit ihren schnellen Autos hatte Mario Pohlscheid vom Porsche-Club Bonn für die Aktion „the good ride“ des Vereins „Drive for Miles“ gewinnen können. „Für alle sollte Platz in einem der Autos sein“, sagte Annik Paquay, Präsidentin des Vereins, „das ist unser Anspruch.“ Eingeladen waren krebskranke Kinder aus der Kinderklinik in Sankt Augustin.

Am Sonntagmorgen begann die Fahrt am Marriott WCCB Hotel. Von dort ging es auf den Petersberg ins Steigenberger Hotel, wo ein erster Pitstop, wie die Rast in Sportfahrerkreisen genannt wird, und Fahrzeugwechsel anstanden. Durch das Siebengebirge und über die Autobahn war das Ziel der Fahrt das Porsche Zentrum in der Nordstadt, das ein Mittagessen für die gesamte Truppe aufgeboten hatte. „Dabei fährt keiner unserer Fahrer zu schnell“, versicherte Paquay, „ansonsten muss er den Verein verlassen.“ Benjamin sah das etwas anders.

Der Achtjährige hatte seine Schwester Jeany und seinen Freund Yannik mitgebracht. „Das war super“, sagte Benjamin, der wegen seiner Krebserkrankung in der Kinderklinik behandelt wird. „Ich hatte mir vorher vorgestellt, dass wir in einem ganz normalen Auto fahren, doch ich bin in einem Rennwagen und in einem Cabrio mitgefahren.“ Der Fahrer sei richtig schnell gefahren, besonders auf der Autobahn. Er wurde in der Silberinsel im Krankenhaus, die von der Elterninitiative krebskranker Kinder betreut wird, zu dieser Fahrt eingeladen. „Das ist ein toller Tag für mich“, sagte Benjamin. „Wenn es so etwas im nächsten Jahr wieder gibt, dann bin ich wieder dabei.“

Der Kontakt des Porsche-Clubs mit dem Verein „Drive for Miles“ ist über Facebook zustande gekommen. Jeder Fahrer des Vereins sucht sich Sponsoren für seine zurückgelegten Meilen, einen Euro pro Meile. „Und wenn rund 6000 Euro zusammengekommen sind, dann veranstalten wir solche Events wie das heutige“, erklärte Paquay. Dazu werden noch Sponsoren wie die Hotels oder das Porsche Zentrum gewonnen und die Kinder haben einen unvergesslichen Tag. „Wenn wir Porsche-Fahrer uns sammeln und die Kinder holen gehen für den ‚good ride‘ ist das für uns ein Höhepunkt der Saison“, sagte die Präsidentin zum Schluss.