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Wiedereröffnung ungewiss: Bonner sammelt Spenden für abgebranntes Weihers Eck

Wiedereröffnung ungewiss : Bonner sammelt Spenden für abgebranntes Weihers Eck

Das Weihers Eck war für ihn "eine Institution": Ein Anwohner aus der Weiherstraße sammelt im Internet Spenden für das abgebrannte Bistround Hotel. Ob der Laden damit aber überhaupt wieder öffnen kann, ist noch unsicher.

"Der Cemil ist ein Typ, der hat für jeden ein offenes Ohr", schwärmt Kristian Wiegand aus Bonn für den Betreiber des Weihers Eck. Wiegand ist selbst Anwohner in der Weiherstraße und scheint vom Brand im Weihers Eck am vergangenen Freitag tief getroffen. Als er am gleichen Tag aus dem Urlaub zurückkam und von dem Unglück erfuhr, war für ihn klar: Cemil Okatan soll wissen, dass er nicht alleine dasteht. Deswegen startete Wiegand am Sonntag eine Spendenaktion im Internet und motivierte Freunde und Bekannte, das Ecklokal finanziell zu unterstützen. Rund 750 Euro sind so innerhalb von 24 Stunden zusammengekommen.

Okatan sei angesichts des Spendenaufrufs zunächst skeptisch gewesen. Schließlich könne er nicht garantieren, dass das Weihers Eck tatsächlich in seiner alten Form wieder öffnen kann, selbst wenn die als Ziel gesetzten 2500 Euro erreicht werden. Problematisch ist auch, dass er nicht der Eigentümer der Immobilie ist.

Bier-Pilz und Foodtruck für den Übergang?

Für Wiegand sei es wichtig, überhaupt einen Teil beizutragen und dem Gastwirt eine Sorge abzunehmen. "Sonst denkt man immer, 'man müsste mal was tun'", erzählt der Bonner. Er könnte sich zum Beispiel vorstellen, dort übergangsweise einen Bier-Pilz und einen Foodtruck hinzustellen.

In etwa zwei Wochen wolle Wiegand das Fundraising beenden und Okatan mit dem Geld überraschen. Der Organisator bittet außerdem darum, sich nicht von den eher größeren Summen abschrecken zu lassen - jeder Euro helfe, so Wiegand. Die Veröffentlichung des Namens ist auf der Plattform optional.

Weihers Eck: "Es fehlt"

"Das Weihers Eck fehlt einfach", so Wiegand. Es sei ja auch im Interesse der Stadt, die Ecke belebt zu halten.

Sogar Wiegands vierjährige Tochter sei mit Okatans Wirtschaft aufgewachsen und bereits großer Fan. Schließlich gebe es hier nach den Pommes auch für die kleinsten Besucher ein gelbes "Schnäpschen" - natürlich vollkommen alkoholfrei auf Mangobasis. Der durfte beim letzten Kindergeburtstag nicht fehlen.