Rundgang durch das Bonner Stadthaus Stadtpolitik bei Kölsch und Zigarre

Bonn · Das Bonner Stadthaus ist vollgepackt mit Kunst und Design – damals wurde es mit dem Besten vom Besten ausgestattet. Was ist von diesem Esprit noch übrig geblieben?

Eine Kneipe im Stadthaus? Versteckt in einem Nebengang gibt es die Schererstube, inklusive Zapfanlage.

Eine Kneipe im Stadthaus? Versteckt in einem Nebengang gibt es die Schererstube, inklusive Zapfanlage.

Foto: Nicolas Ottersbach

„Wohl selten hat ein Bauwerk die Gemüter so erhitzt, wie dieses Stadthaus [...]. Nicht einmal der Lange Eugen oder das Kanzleramt haben unter unseren Bürgern so heiße Debatten ausgelöst. Kein Bauwerk der Neuzeit hat wohl die gewachsene Silhouette im Stadtkern so entscheidend verändert.“ So hat es der damalige Bonner Oberbürgermeister Hans Daniels am 20. Mai 1978 ausgedrückt, als der neue Sitz seiner Verwaltung eingeweiht wurde. Fast 50 Jahre später ist der einst revolutionäre Bau für 185 Millionen Mark, der mit dem Besten und Modernsten ausgestattet war, ergraut.