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Seilbahn und Elektrobusse: Bonns OB Sridharan besucht China

Seilbahn und Elektrobusse : Bonns OB Sridharan besucht China

Bonn kooperiert mit der Stadt Chengdu in Sachen Nachhaltigkeit. Oberbürgermeister Ashok Sridharan hat dafür eine Erklärung unterzeichnet.

Bonn will mit seiner chinesischen Projektpartnerstadt Chengdu beim Thema Nachhaltigkeit kooperieren. Eine entsprechende Erklärung unterzeichnete Oberbürgermeister Ashok Sridharan am Mittwoch in der chinesischen 15-Millionen-Einwohner-Stadt. Die Partnerschaft besteht seit 2009 und hatte bisher ihren Schwerpunkt im kulturellen Austausch.

Sridharan informierte sich in China unter anderem über Elektrobusse. Die Stadtwerke Bonn haben in einer Pilotphase derzeit sieben dieser Fahrzeuge im Einsatz und möchten bis zu neun weitere E-Busse kaufen. Wegen Lieferengpässen und technischen Problemen der europäischen Hersteller seien Fahrzeuge aus China langfristig durchaus interessant, sagte Sridharan.

China fördert derzeit wegen der starken Luftverschmutzung in vielen Städten die Elektromobilität massiv. Chengdu etwa will seine gesamte Flotte von rund 2000 öffentlichen Bussen in den kommenden Jahren auf Elektroantrieb umstellen. „Da sind die Chinesen schon deutlich weiter als wir“, sagte Sridharan. Er wies allerdings darauf hin, dass der Strom für die Elektrofahrzeuge in China noch weitgehend in umweltschädlichen Kohlekraftwerken produziert werde, während der Strom in Bonn zu 70 Prozent aus erneuerbaren Energien stamme.

Die Chinesen ihrerseits interessierten sich laut Sridharan für außergewöhnliche Verkehrskonzepte wie die Bonner Seilbahnpläne von der linken Rheinseite über den Fluss hinauf zum Venusberg. Auch in Chengdu sei ein Fluss zu überqueren, so Sridharan. Am Abend feierte er mit einer Delegation des NRW-Wirtschaftsministeriums und Vertretern der chinesischen Provinz Szechuan das 30-jährige Bestehen der Kooperation des Bundeslandes mit der chinesischen Region.