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Briefwahl in Bonn: Stadt verschickte Wahlunterlagen teils doppelt

Keine doppelte Stimmabgabe möglich : Stadt Bonn verschickte Briefwahlunterlagen teils doppelt

288 Wahlberechtige in Bonn haben doppelte Briefwahlunterlagen für die Bundestagswahl erhalten. Doppelt wählen ist laut Stadt aber nicht möglich. Betroffen sind drei Briefwahlbezirke.

288 Bonner Wahlberechtigte haben ihre Briefwahlunterlagen zweimal erhalten. Das teilt die Stadt Bonn mit. Der Grund dafür sei ein Software-Fehler.

Betroffen sind den Angaben der Stadt zufolge Wahlberechtigte aus drei Briefwahlbezirken: 110 (Kessenich), 360 (Oberkassel, Ramersdorf, Küdinghoven) und 370 (Vilich-Müldorf, Geislar, Neu-Vilich). Diese Briefwahlbezirke wurden durch den Landesbetrieb IT.NRW als statistische Bezirke ausgewählt. Wahlschein und Stimmzettel erhalten für die statistische Auswertung der Wahl einen nach demografischen Merkmalen definierten Kennbuchstaben.

Die Briefwahlunterlagen für diese drei statistischen Bezirke sowie für die im Ausland lebenden Deutschen verschickt das Wahlamt der Stadt Bonn. Alle anderen Briefwahlunterlagen werden bei dieser Bundestagswahl erstmalig durch die Deutsche Post hergestellt und versendet. Vor der täglichen Übermittlung der Datensätze an die Deutsche Post werden die bereits im Wahlamt verarbeiteten Datensätze laut Stadt eigentlich herausgefiltert, um einen doppelten Versand der Briefwahlunterlagen auszuschließen.

Doppelte Stimmabgabe werde herausgefiltert

In der ersten Woche wurden allerdings 288 Daten von Wahlberechtigten aus den statistischen Bezirken trotz Filterung an die Deutsche Post übermittelt. Diesen Personen wurden die Briefwahlunterlagen doppelt zugeschickt. Die Wahlberechtigten erhielten zunächst statistische Briefwahlunterlagen (mit Kennbuchstaben auf Wahlschein und Stimmzettel) und später normale Briefwahlunterlagen (ohne Kennbuchstaben) mit der jeweils gleichen Wählerverzeichnisnummer.

Der Fehler war am vergangenen Freitag aufgefallen, nachdem sich betroffene Bürger an das Wahlamt gewandt hatten. Die Stadt bittet Betroffene darum, die doppelt zugestellten Unterlagen zu vernichten. Gegebenenfalls doppelt abgegebene Stimmen werden am Auszählungstag laut Stadt aussortiert. Zugelassen werden lediglich die zuerst zugestellten Wahlscheine und Stimmzettel mit statistischem Kennbuchstaben.

Die Stadt arbeitet daran, die Ursache für den Fehler zu finden und stehe in Kontakt mit der Herstellerfirma der Daten-Software. Vor der Weitergabe an die Post werden die Daten ab sofort einer zusätzlichen Filterung unterzogen, so dass ein doppelter Versand der Briefwahlunterlagen künftig ausgeschlossen werden kann.

(ga)