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Bundestagswahl in Bonn: Grüne vor CDU und SPD - Zweitstimmen

Auswertung der Zweitstimmen : Grüne stärkste Kraft vor CDU und SPD in Bonn

Die Grünen sind bei den Zweistimmen zur Bundestagswahl stärkste Partei in Bonn geworden. Die Partei verzeichnete einen zweistelligen Zugewinn. SPD und CDU liegen fast gleichauf dahinter.

Bei den Zweitstimmen zur Bundestagswahl zeigte sich wie schon bei der Kommunalwahl, wie stark die Grünen in der Bundesstadt sind. In den vorläufigen Ergebnissen holte die Partei 27,2 Prozent der Stimmen, vor der SPD mit etwa 22,6 Prozent und den Christdemokraten mit rund 22,5 Prozent. Die FDP wurde wie im Bundestrend zweistellig mit 11,9 Prozent, die Linkspartei landete bei 5,4 Prozent. Die Alternative für Deutschland fuhr im Vergleich zum Bund ein schwaches Ergebnis mit 4,2 Prozent ein. Rein rechnerisch hätte es mit dem Bonner Ergebnis, anders als im Bund, also zu einem Rot-Rot-Grünen, vielleicht sogar einem Rot-Grünen Bündnis gereicht.

Unter den Kleinstparteien war die Partei Volt, die auch im Bonner Stadtrat sitzt, mit 1,1 Prozent am stärksten vertreten. Die Partei Die Basis landete bei rund einem Prozent, ebenso wie Team Todenhöfer. Die Satirepartei Die Partei folgt mit 0,9 Prozent.

Betrachtet man die Gewinne und Verluste, trifft es am härtesten die CDU. Seit der Bundestagswahl 2017 büßte sie in Bonn etwa 7,2 Prozentpunkte ein. Auch bei der FDP steht ein Minus, allerdings nur von 3,8 Prozentpunkten. Die Linkspartei verlor etwa 4,2 Prozentpunkte, die AfD rund 3,1 Prozentpunkte. Bündnis 90/Die Grünen machten einen großen Sprung nach vorne und legten knapp 13,1 Prozentpunkte zu. Die Sozialdemokraten verbuchten ein Plus von rund 2,5 Prozentpunkten.

Über die vier Stadtbezirke Bonn, Bad Godesberg, Hardtberg und Beuel hinweg waren die Stimmverteilungen der drei großen Parteien eng beieinander und pendelten sich zwischen 20 und 25 Prozent ein. Auf dem Hardtberg holte die CDU ihr bestes Ergebnis mit etwa 26,3 Prozent der Zweitstimmen, auch die FDP war dort mit etwa 12,3 Prozent stärker als in der Gesamtstadt, ebenso wie die SPD mit rund 24,3 Prozent. Die konservativen Kräfte sind dort deutlich stärker, die Grünen kamen nur auf rund 19,8 Prozent. Die punkteten wiederum im Bonner Zentrum und knackten dort knapp die 30-Prozent-Marke – was die CDU offenbar Stimmen kostete, die nur noch auf rund 19,8 Prozent kam. Auch die SPD bekam dort die wenigsten Stimmen mit etwa 21,2 Prozent.

Grüne in der Nordstadt am stärksten

Am stärksten war Bündnis 90/Die Grünen in den Wahlbezirken Innere Nordstadt (rund 42,9 Prozent), Baumschulviertel/Südstadt und dem Bonner Zentrum vertreten. Die CDU holte in Röttgen/Ückesdorf (rund 30,6 Prozent), Lengsdorf/Brüser Berg und Holzlar/Hoholz die besten Ergebnisse. Die Sozialdemokraten waren in Tannenbusch (rund 30,3 Prozent), Neu-Tannenbusch/Buschdorf und Mehlem besonders erfolgreich.

Die FDP holte viele Stimmen in Venusberg/Ippendorf (etwa 16,6 Prozent), Röttgen/Ückesdorf und Villenviertel/Rüngsdorf. Die AfD landete in Tannenbusch, Neu-Tannenbusch/Buschdorf bei eta 9,2 Prozent und Auerberg/Graurheindorf bei etwa sieben Prozent. Die Linkspartei war am erfolgreichsten in der Inneren Nordstadt (etwa 11,8 Prozent) und der Äußeren Nordstadt (rund 9,7 Prozent).