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Neueröffnungen in der Innenstadt: Burgerkette zieht in Ex-Bankhaus

Neueröffnungen in der Innenstadt : Burgerkette zieht in Ex-Bankhaus

Handel ist Wandel, und das kann man immer wieder bei einem Besuch der Bonner Innenstadt feststellen. Kaum ist ein Geschäftsinhaber ausgezogen, sortiert schon ein neuer Ladenbesitzer seine Waren in die Regale.

Wie im ehemaligen Daniels-Bekleidungsgeschäft in der Vivatsgasse am Sterntor, wo seit knapp zwei Wochen das Textilhaus „COS“, eine Edelmarke von H&M, die Kundschaft anlockt. Umgebaut wird zurzeit noch das Haus an der Ecke Friedensplatz/Friedrichstraße. Dort war die Commerzbank bis zu ihrem Wiedereinzug in ihr angestammtes, nun grundsaniertes Domizil am Münsterplatz vorübergehend untergebracht. Aus dem Bankgebäude, das zuvor auch schon der Sparkasse bis zur Fertigstellung ihres Neubaus schräg gegenüber als Interimsquartier diente, soll nun ein Restaurant werden.

Die Burgerkette „Hans im Glück“ will laut Pressesprecherin Nicole Eismann dort demnächst eine Filiale eröffnen. Den genauen Zeitpunkt konnte Eismann noch nicht nennen. „Das hängt davon ab, wie schnell die Umbauarbeiten vonstatten gehen“, sagte sie dem GA. Es ist nach dem bereits eröffneten „Hans im Glück“ in Poppelsdorf und der im August geplanten Restauranteröffnung der Kette in Beuel die dritte Filiale in Bonn.

Wer es gerne süß mag, ist demnächst in der Straße Am Neutor gut aufgehoben. Nicht nur der Haribo-Shop lockt dann dort die Süßmäuler an, sondern auch eine Lindt-Schokoladenboutique. Das Ladenlokal, in dem vorher schöne Dinge zum Tragen und Wohnen erworben werden konnten, wird derzeit ebenfalls saniert und umgebaut. Wann Eröffnung ist, war gestern nicht zu erfahren. Ein reger Ladenwechsel ist derzeit wieder vor allem in der Sternstraße zu beobachten: Am nördlichen Ende zum Beispiel kehrt eine Tchibo-Filiale in ihr früheres Geschäftslokal zurück, in dem zwischenzeitlich Taschen verkauft wurden.

WMF schließt seine Filiale in der Sternstraße, dort soll die Ritual-Kosmetikkette einziehen. Nach wie vor ungewiss ist die Zukunft des einstigen Carthaus-Schreibwarenladens in der Remigiusstraße. Das Traditionsgeschäft schloss im Juni 2015. „Es gibt noch nichts Publizierbares“, hieß es lediglich seitens Carthaus. Nach wie vor umgebaut wird das frühere Gebäude von Hut Weber am Markt. Der neue Eigentümer will sich zur künftigen Nutzung nicht äußern. Unter anderem ein Laden für Outdoor-Sachen soll in den Gebäudekomplex zwischen Wenzelgasse und Bonngasse einziehen, das einst Butlers und das Kult-Kaufhaus angemietet hatten. Auch dort sind zurzeit noch die Handwerker zugange.

Karina Kröber vom Vorstand des Vereins City-Marketing ist froh, dass es in der Bonner City keine längeren Leerstände gibt. „Die Mieten dürfen allerdings nicht weiter so steigen, dann können gerade kleinere Unternehmen sich nicht mehr halten“, warnt sie. Ein weiteres Anliegen der City-Kaufleute: „Die Innenstadt muss auch mit dem Auto gut erreichbar bleiben“, fordert Kröber.