Fernsehserie „Bella Italia – Camping auf Deutsch“ Camper-Ehepaar aus Bonn wird bei RTL2 zum Kult

Bonn · Sascha und Nicole Fingerhuth sind im Fernsehen längst Kult. Die Fernsehserie „Bella Italia – Camping auf Deutsch“ begleitet das Ehepaar aus Bonn regelmäßig zum größten Campingplatz Europas.

 Nicole und Sascha Fingerhuth sind die Stars der Fernsehserie „Bella Italia – Camping auf Deutsch“.

Nicole und Sascha Fingerhuth sind die Stars der Fernsehserie „Bella Italia – Camping auf Deutsch“.

Foto: Benjamin Westhoff

Die Sache mit den Badelatschen ist endlich ausdiskutiert. „Mehr als vier Paar nehm‘ ich nicht mehr mit“, lacht Sascha Fingerhuth (51). Sehr zur Freude von Ehefrau Nicole. Denn offenbar haben nicht nur Frauen ein Schuhproblem. Dabei ist die Schlappen-Auswahl des Bonner Kraftfahrers wirklich beachtlich. Mehr als 30 Paare liegen mittlerweile zu Hause in Tannenbusch im Schrank. In allen Farben und Designs. Selbst ein beeindruckendes Unikat ist darunter: Weiße, mit blutroten Pailletten besetzte Plastikschuhe. Hinter dem Rücken des 51-Jährigen, aber vor den Augen von Tausenden Fernsehzuschauer wurden diese Latschen einst kreiert. Fingerhuths Camper-Freunde Lex und Robin haben das Designermodell einst eigenhändig gestaltet. „Die Schuhe sind so besonders, dass sie nicht getragen, sondern nur ausgestellt werden“, sagt Sascha Fingerhuth.

Seit Jahren lassen sich die Fingerhuths und ihre Freunde Jacky und Micha sowie Bianca und Horst beim Urlaub in Italien mit der Kamera begleiten. In der RTL2-Serie „Bella Italia – Camping auf Deutsch“ ist die Sechser-Clique regelmäßig zu sehen – und sie ist mittlerweile längst Kult. Ob beim Versuch, den Einkauf auf Italienisch zu absolvieren, der Suche nach neuen Ringen in Venedig oder beim Installieren einer eigenen Public-Viewing-Anlage für Fußballübertragungen – die Fingerhuths nehmen alles immer mit viel Humor in Angriff. La dolce vita trifft dann auf rheinländische Frohnaturen.

Wieso sind sie mittlerweile so beliebt? „Weil wir authentisch sind und uns nicht verstellen“, sagt Nicole Fingerhuth, die in Bonn als Hausmeisterin arbeitet. „Wir wissen alle, dass diese Freundschaft sehr wertvoll ist. Wir gehen respektvoll miteinander um und präsentieren uns vor der Kamera so, wie wir sind“, beschreibt sie. So sei allen – den Freunden und dem Fernsehteam – bekannt, dass sie ein „Morgenmuffel“ sei. „Das respektieren alle und lassen mir morgens meine Ruhe.“ Gerade erst sind die Bonner vom aktuellen Dreh aus Bella Italia ins Rheinland zurückgekehrt, in den nächsten Wochen geht es noch einmal zurück auf den Marina di Venezia.

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„Bella Italia – Camping auf Deutsch“ – nicht der erste Fernsehauftritt des Bonner Ehepaars

Dabei ist die Familie nur zufällig auf das Format aufmerksam geworden. „Über eine Bekannte“, erzählt Sascha Fingerhuth. Die hatte damals den Aufruf des Senders in den sozialen Medien gesehen. Da das Bonner Paar zuvor bereits bei Fernsehproduktionen (Verstehen Sie Spaß? „Spiel die Geissens untern Tisch“) vor der Kamera gestanden hatte, bewarben sie sich. „Eigentlich nur so aus Spaß“, erzählt der 51-Jährige. Er schickte nur knapp drei Sätze an den Sender und bekam prompt Antwort. Nachdem die Camper noch ein Bewerbungsvideo hochgeladen hatten, stand fest, dass sie dabei sind. „Aber nur mit unseren Freunden, mit denen wir seit Jahren gemeinsam Urlaub machen“, war Nicole Fingerhuth wichtig. Seither flimmern die Urlaubserlebnisse der Clique regelmäßig über den Sender.

Das Campen haben die Fingerhuth allerdings nicht erst für das Fernsehformat für sich entdeckt. „Nein“, sagt Nicole Fingerhuth. „Das war schon immer unsere Leidenschaft.“ In Holzlar steht der Wohnwagen der Familie, „und wenn immer es geht, hängen wir ins ans Auto und fahren los“, berichtet ihr Ehemann. Dabei müssen es nicht immer nur die ganz großen Touren sein. „In der Umgebung gibt es so viele schöne Orte, an denen wir regelmäßig sind“, berichtet er. Beispielsweise der Effelder Waldsee im Kreis Heinsberg. Auch im Siebengebirge oder in Remagen sind sie regelmäßig mit ihrem Zuhause auf Rädern anzutreffen. „Wir haben sogar schon einmal in Köln campiert“, lacht Sascha Fingerhuth.

Die heimischen vier Wände gegen das mobile Heim zu tauschen, ist für ihn kein Problem. „Nicole macht den Wagen immer sehr wohnlich. Da fühlen wir uns einfach wohl.“ Die Dekoleidenschaft der 52-Jährigen haben auch die Fernsehzuschauer bereits kennengelernt. Denn wenn jemand während der gemeinsamen Ferien Geburtstag hat, wird die Groß-Parzelle natürlich geschmückt. Zudem profitieren die Freunde noch von einer anderen Leidenschaft der Bonner Hausmeisterin. „Sascha und ich können nicht stundenlang im Liegestuhl liegen. Wir wollen im Urlaub immer auch etwas sehen.“ Daher spielt sie gerne den Reiseleiter, wenn die Truppe Ausflüge unternimmt. „Sie stellt meist schon zu Hause kleine Touren zusammen“, freut sich Sascha Fingerhuth über die Ambition seiner Frau. Dabei werden die Erkundungsfahrten nicht immer gemeinsam unternommen. „Das entscheidet jeder selbst. Manchmal sind wir alle unterwegs, manchmal aber auch nur wir beide.“

Tipps vom Bonner Profi-Camper

Diskussionen gibt es im Hause Fingerhuth jedoch über das richtige Fahrzeug für die Zukunft. „Für mich gibt es nicht Besseres als einen Wohnwagen. Meine Frau würde gerne auf ein Wohnmobil umsteigen“, erzählt der Kraftfahrer. Eine Entscheidung, die derzeit jedoch noch nicht final getroffen werden muss. „Wenn wir im Rentenalter sind und längere Reisen unternehmen, werden wir über die Anschaffung eines Wohnmobils nachdenken“, verspricht Sascha Fingerhuth.

Als „professioneller Camper“ hat er natürlich auch ein paar Tipps für Neueinsteiger: „Man muss den richtigen Partner an seiner Seite haben. Man ist für mehrere Wochen auf kleinstem Raum zusammen. Das muss funktionieren“, ist für ihn die oberste Prämisse. Und man muss sich für ein Fahrzeug entscheiden, dass zu einem passt. „Dann steht einem tollen Urlaub nichts mehr im Wege“, sind sich die Bonner „Promi-Camper“ einig.