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Wahlen in Bonn: CDU versammelt sich hinter Lücking-Michel

Wahlen in Bonn : CDU versammelt sich hinter Lücking-Michel

Die Bundestagsabgeordnete geht mit starkem Votum in den Wahlkampf. Guido Déus und Parteichef Christos Katzidis kandidieren für den Landtag.

Die Bonner CDU hat Claudia Lücking-Michel mit viel Rückenwind als Kandidatin für die Bundestagswahl 2017 aufgestellt. Im Hotel Maritim gaben am Samstag 166 von 179 Stimmberechtigten der Bonner Bundestagsabgeordneten ihr Vertrauen (92,7 Prozent). Zwölf Parteifreunde stimmten mit Nein.

Im Anschluss bestimmte die Kreispartei ihre Kandidaten für den Landtagswahlkampf. Im Wahlkreis 29 (Zentrum, Bonner Norden und Beuel) setzte sich Guido Déus mit 155 von 219 Stimmen gegen seine Mitbewerber Stephan Rauhut (35) und Frank J. Schönhardt (24) durch. Im Wahlkreis 30 (südliches Bonn, Hardtberg, Bad Godesberg) strebt Kreisparteichef Christos Katzidis in den Landtag (130 von 217). Er schlug Christoph Jansen (86) aus dem Rennen um die Kandidatur.

Lücking-Michel, die keine Gegenkandidaten hatte, erklärte es zu ihrem Ziel, im nächsten Jahr den Adenauerwahlkreis direkt zu holen. Als die 54-Jährige 2013 zum ersten Mal für den Bundestag antrat, unterlag sie Ulrich Kelber (SPD) mit 37,5 Prozent äußerst knapp, zog aber über einen sicheren Listenplatz ins Parlament ein.

Sie sitzt in den Ausschüssen für Wissenschaft und Entwicklungszusammenarbeit - zwei Themen, die auch für die UN-Stadt Bonn entscheidend seien, wie Lücking-Michel im Maritim betonte. Bonn müsse als internationales und wissenschaftliches Kompetenzzentrum ausgebaut werden - auch um den Abzug weiterer Dienstposten der Bundesregierung zu verhindern. Sie warnte vor "möglichen Angriffen aus dem Hause Hendricks" auf das Berlin/Bonn-Gesetz. SPD-Bundesministerin Hendricks will dem Bundeskabinett einen Statusbericht zur Arbeitsteilung zwischen beiden Standorten vorlegen.

Als weiteres wichtiges Thema nannte Lücking-Michel unter anderem den Verkehr: Die Angebote von Bussen und Bahnen müssten ausgebaut werden. Lücking-Michel machte sich aber auch für die umstrittene Südtangente zwischen A3 und A565 stark. Diese soll nach neuesten Überlegungen in weiten Teilen durch Tunnel verlaufen. Die nächste Landesregierung sei gut beraten, die Planungen so bald wie möglich voranzutreiben, um Entscheidungsgrundlagen für die Zukunft zu schaffen.