Handy-Alarmsystem Knapp ein Jahr Cell Broadcast: Schon 219 Warnungen übermittelt

Bonn · Ob Hochwasser, Weltkriegsbomben oder Brände: Knapp ein Jahr nach dem Start des Handy-Alarmsystems Cell Broadcast hat es bereits mehr als 200 Warnmeldungen übermittelt.

 Eine Meldung zum Warntag auf einem Smartphone (Symbolbild).

Eine Meldung zum Warntag auf einem Smartphone (Symbolbild).

Foto: dpa/Thomas Frey

Ob Brände, Hochwasser, verunreinigtes Trinkwasser oder Weltkriegsbomben: Knapp ein Jahr nach dem Start des Handy-Alarmsystems Cell Broadcast hat es bereits 219 Warnmeldungen über drohendes Unheil übermittelt. „Gerade in akuten Gefahrensituationen hat sich Cell Broadcast als schnelles und zuverlässiges Warnmittel in Deutschland erfolgreich bewährt“, erklärte der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Ralph Tiesler, am Dienstag in Bonn. Mit diesem zusätzlichen Warnmittel sei ein „weiterer wichtiger Schritt zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes erreicht“ worden. Die meisten Warnungen gab es in NRW (59), gefolgt von Rheinland-Pfalz (32), Bayern auf Platz 3 (25) und Hessen (20).

Cell Broadcast ergänzt seit dem 23. Februar 2023 die bereits vorhandenen Warnkanäle, also Sirenen, Rundfunk, TV und Apps wie Nina oder Katwarn. Bei dem in Deutschland recht neuen System werden Nachrichten wie Rundfunksignale an alle kompatiblen Geräte geschickt, die in einer Funkzelle eingebucht sind - daher der Name „Cell Broadcast“. Es erscheint ein Text auf dem Handy-Display, der auf eine Gefahr hinweist, und es schrillt laut. Anlass für die Einführung von Cell Broadcast in Deutschland war die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen im Sommer 2021 mit mehr als 180 Toten.

(dpa)
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