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Die nächste Altersgruppe ist dran: Corona-Impfungen für 77- und 78-Jährige beginnen in Bonn

Die nächste Altersgruppe ist dran : Corona-Impfungen für 77- und 78-Jährige beginnen in Bonn

Die Jahrgänge 1942 und 1943 können ab sofort Termine für das Corona-Impfzentrum im WCCB vereinbaren. Besondere Regelungen gelten für Menschen mit Vorerkrankung sowie pflegende Angehörige.

Ab sofort können die Jahrgänge 1942 und 1943 Termine für das Impfzentrum im WCCB vereinbaren. Eine Impfung erfolgt ausschließlich mit persönlichem Termin. Noch am Freitag verschickt die Stadt Bonn Informationsbriefe von Oberbürgermeisterin Katja Dörner und NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann an die insgesamt 4520 Bonnerinnen und Bonner. Im Stadtbezirk Bonn 1044, im Stadtbezirk Hardtberg 1278, im Stadtbezirk Bad Godesberg 1234 und im Stadtbezirk Beuel 964. Die Stadt appelliert, kurzfristig die jeweils nächstmöglichen Termine zu buchen. „Auf diese Weise wird die Impfkapazität optimal ausgenutzt“, heißt es. Zur Buchung muss nicht auf den Informationsbrief gewartet werden, da er keine personenbezogenen Zugangscodes oder ähnliches enthält. Wer aufgrund des Wohnsitzes in Bonn und dem Alter ab 77 Jahren berechtigt ist, kann unmittelbar über die Portale der Kassenärztlichen Vereinigung (www.116117.de und der Rufnummer 0800 11611701) Termine vereinbaren. Außerdem sind Paarbuchungen für Lebenspartner möglich.

Corona-Impfung in Bonn: Vorerkrankte müssen Termin beim Hausarzt machen

Wer eine Vorerkrankung hat oder sich als pflegender Angehöriger gegen das Coronavirus impfen lassen möchte, muss dies künftig beim Hausarzt machen lassen. Laut der Stadt Bonn hätten sie sich nur in einem begrenzten Zeitraum und mit einem begrenzten Impfstoffangebot, das aus nicht abgerufenen Kapazitäten der über 80-Jährigen stammte, immunisieren lassen können. „Das Angebot galt bis einschließlich 7. April 2021 und wurde sehr gut nachgefragt. Diese Sonderaktion ist beendet, es werden keine weiteren Impfangebote mehr für diese beiden Sondergruppen im Impfzentrum erteilt“, sagt Vize-Stadtsprecher Marc Hoffmann. Rund 3000 Bonnerinnen und Bonner mit Vorerkrankungen sowie etwa 1100 Pflegenden von Personen mit Pflegegrad 4 und 5 hatten sich so impfen lassen. Die Anfragen hätten die Menge an verfügbarem Impfstoff überstiegen.

Eine GA-Leserin beschwerte sich in der Redaktion darüber, dass sie als Erzieherin keinen Termin mehr im Impfzentrum vereinbaren kann. „Mein Bonner Arbeitgeber, ein privates Unternehmen in Bonn, für das ich als Kinderbetreuerin tätig bin, hatte mich am 7. April gebeten, mich beim Impfzentrum Bonn als Angehöriger einer priorisierten Berufsgruppe zur Corona-Schutzimpfung anzumelden“, erzählt sie. Über das städtische Online-Portal sei das aber nicht mehr möglich gewesen, sie erhielt lediglich eine Fehlermeldung. Laut Stadt sei das beabsichtigt: Seit dieser Woche sind die Sonderimpfungen, die Anfang März gestartet waren, für die priorisierten Berufsgruppen, nicht mehr im Impfzentrum möglich. Von nun an werden keinen neuen Termine mehr vergeben, die bisher vereinbarten Impfungen, die etwas bis Mai dauern, würden allerdings abgearbeitet. Von nun an müssen die priorisierten Berufsgruppen auf ihre altersmäßige Impfreihenfolge warten oder einen Termin mit dem Hausarzt ausmachen.

Unter www.bonn.de/impfen trägt die Stadt Bonn immer die aktuellen Änderungen zum Thema Impfung zusammen. Für 70- bis 79-Jährige ist seit dem 6. April in ganz NRW die Terminvereinbarung über die Terminbuchungssysteme der Kassenärztlichen Vereinigungen freigeschaltet. Die ersten Impfungen haben am Donnerstag begonnen. Um eine Überlastung der Terminbuchungssysteme auszuschließen, werden die Buchungsmöglichkeiten der Personengruppe jahrgangsweise freigeschaltet.

Distanzunterricht ab Montag auch in Bonn

Während nach den Osterferien an den Schulen in Nordrhein-Westfalen die Schülerinnen und Schüler ab Montag, 12. April, auf Distanz in den Unterricht zurückkehren, wird der eingeschränkte Regelbetrieb in der Kindertagesbetreuung fortgesetzt. Das hat das Land Nordrhein-Westfalen angekündigt. Vom Distanzunterricht ausgenommen sind die Abschlussklassen der Sekundarstufen I und II inklusive der Qualifikationsphase 1 sowie der Berufskollegs.

Alle Bonner Schulen der Primarstufe sowie der weiterführenden allgemeinbildenden Schulen bieten ab Montag auf Antrag der Eltern ein Betreuungsangebot für diejenigen Schüler der Klassen 1 bis 6 an, die zu Hause nicht angemessen betreut werden können. „Bei dem Verdacht einer Kindeswohlgefährdung kann hier auch das Jugendamt initiativ werden“, erklärt das städtische Presseamt. Für Schüler, die sonderpädagogische Unterstützung in Förderschulen oder in Schulen des Gemeinsamen Lernens benötigen, muss dieses Angebot in Absprache mit den Eltern auch in höheren Altersstufen sichergestellt werden.

Nach derzeitigem Sachstand soll ab dem 19. April der Unterricht an den Schulen dann – sofern es das Infektionsgeschehen zulässt – wieder im Wechselunterricht fortgesetzt werden. Im Präsenzbetrieb der Schulen wird es eine grundsätzliche Testpflicht in den Schulen mit wöchentlich zweimaligen Selbsttests geben.

Eingeschränkter Betrieb in Bonner Kitas

Der eingeschränkte Regelbetrieb in den Kindertagesstätten und der Tagespflege wird ab dem 12. April laut Land von einem umfassenden Testangebot begleitet. Allen Kindern und Beschäftigten in der Kindertagesbetreuung sowie Kindertagespflegepersonen werden seitens des Landes Selbsttests zur Verfügung gestellt. Die Kinder werden zu Hause von den Eltern getestet, die Tests sind freiwillig. In der kommenden Woche sollen die ersten über die Träger und Jugendämter an die Kitas und Pflegepersonen verteilt werden. „Parallel sollen weitere Auslieferungen beginnen, die ab dann direkt an die Einrichtungen erfolgen“, so die Stadt Bonn.

Ist ein Selbsttest positiv, löse dies keine Meldepflicht gegenüber dem Gesundheitsamt aus. Es sei aber unverzüglich ein PCR-Test zu machen. Bis zum Testtermin sind alle Kontakte zu vermeiden, und es sollte eine häusliche Quarantäne stattfinden.

Inzidenzwert in Bonn gesunken

Der Corona-Inzidenzwert für Bonn ist am Freitag auf 114,4 gesunken. Der Wert kann jedoch irreführend sein, da über Ostern weniger getestet wurde. 750 Personen sind aktuell infiziert, in zehn Kindertagesstätten und fünf Schulen gibt es aktuell Einzelfälle. 212 Menschen sind in Verbindung mi dem Coronavirus verstorben. In den Bonner Krankenhäusern liegen zurzeit 101 Menschen aus Bonn und dem Umland, die an Covid-19 erkrankt sind. 62 Patienten werden auf Normalstationen betreut, 39 Personen liegen auf Intensivstationen, 32 von ihnen müssen beatmet werden.

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