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Corona in Bonn-Tannenbusch: Quarantäne für alle Schüler der Paulusschule

Corona-Fall in Tannenbusch : Alle Schüler der Paulusschule in Quarantäne

Alle Schüler der Paulusschule in Bonn-Tannenbusch sind in Quarantäne geschickt worden. Der Stadt könne man hinsichtlich der strengen Regelung bei den zunehmenden Corona-Fällen in Schulen keinen Vorwurf machen, sagt der Vorsitzende der Stadtschulpflegschaft Bonn

Die Paulusschule in Tannenbusch hat an diesem Freitag alle Schülerinnen und Schüler in die Quarantäne schicken müssen. Die Grundschule zählt rund 200 Jungen und Mädchen. „Nach meiner Kenntnis ist diese Information richtig“, sagte Vize-Stadtsprecher Marc Hoffmann dem General-Anzeiger am Freitagnachmittag.

Es gebe eine Person an der Grundschule, die positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden ist. Ob und wie viele Lehrkräfte ebenfalls in Quarantäne geschickt worden sind, konnte Hoffmann nicht sagen. Da das städtische Gesundheitsamt nach einer Empfehlung des Robert-Koch-Instituts in solchen Fällen inzwischen eine Quarantäne von 14 Tagen anordnet, dürfte an der Paulusschule wohl bis zu den Herbstferien, die am 12. Oktober beginnen, kein Präsenzunterricht mehr stattfinden. Laut der Homepage der Paulusschule sind dort elf Grundschullehrer sowie drei sonderpädagogische, zwei sozialpädagogische Fachkräfte und eine Schulsozialarbeiterin tätig. Dazu kommt das Team der offenen Ganztagsschule für die Nachmittagsbetreuung. Die Paulusschule teilt sich das Schulgelände mit der evangelischen Elsa-Brändström-Schule.

Wie berichtet, musste bereits am Donnerstag die komplette städtischen Kita an der Rheindorfer Burg im Stadtteil Auerberg geschlossen werden. Dort waren zwei Kinder positiv auf das Coronavirus getestet worden. 119 Kinder und 21 Erzieher müssen nun bis einschließlich 9. Oktober in Quarantäne bleiben. Die Testergebnisse hätten am Donnerstag erst vorgelegen, teilte Hoffmann am Freitag dem GA mit.

Der Stadt könne man hinsichtlich der strengen Quarantäneregelung bei den zunehmenden Corona-Fällen in Schulen keinen Vorwurf machen, sagt Andreas Beutgen, Vorsitzender der Stadtschulpflegschaft Bonn. Dass nun ganze Klassen und Kitagruppen, dazu auch noch für 14 Tage in Quarantäne geschickt würden, liege an den jüngst geänderten Vorgaben des Robert-Koch-Instituts (RKI). Demnach sollen alle Schüler mit „unklarer Kontaktsituation“ in Quarantäne. „Und jede Quarantäne ist für die Eltern eine Katastrophe“, sagt Beutgen. Wie gut die Eltern diese Zeit dann managen könnten, hänge vom Alter der Kinder ab. „Ich wäre dringend dafür, wenn ein Kind in Quarantäne muss, muss mindestens ein Elternteil zu Hause bleiben und dafür auch freigestellt werden“, meint Beutgen. „Dann hätten wir schon eine ganz andere Situation.“ So würde das Homeschooling auch funktionieren, wenn die Eltern dann dafür auch die nötige Zeit haben.

An vielen Schulen tragen die Schüler und Lehrer – auch wenn es die Landesregierung nicht mehr zwingend vorgibt – weiterhin im Klassenzimmer einen Mund-Nasen-Schutz. „In manchen Schulen wird allerdings massiver Druck auf die Schüler ausgeübt“, mahnt Beutgen. Das finde er nicht in Ordnung. „Das geht gar nicht“, so Beutgen.

Unter anderem in Wachtberg gibt es auch aktuelle Folgen wegen Corona-Fällen.