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Corona in Bonn: Zahl der Toten steigt auf 29 - Verzögerungen bei Meldung

Verzögerungen im Meldeverfahren : Zahl der Corona-Toten in Bonn steigt auf 29

Das Bonner Gesundheitsamt hat am Freitag fünf neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 bekanntgegeben. Die Senioren waren bereits zwischen dem 15. und dem 25. November verstorben, der Direktor der Bonner Unikliniken erklärt die Verzögerungen.

Das Bonner Gesundheitsamt hat am Freitag fünf neue Todesfälle bekanntgegeben, die im Zusammenhang mit Covid-19 stehen. Wie das Presseamt mitteilte, seien die Toten bereits zwischen dem 15. und dem 25. November verstorben. Damit steigt die Zahl der verstorbenen Bonnerinnen und Bonner, die mit dem Virus infiziert waren, auf nunmehr 29.

Vize-Stadtsprecher Marc Hoffmann sagte, dem Gesundheitsamt seien die Verstorbenen erst am Donnerstagabend gemeldet worden. Die Gründe für die verspäteten Eingänge kenne das Gesundheitsamt nicht im Einzelnen. Denkbar wäre beispielsweise, dass die Toten nicht in einem Bonner Krankenhaus gestorben sind, sondern in einer Klinik im Umland. Dadurch wären Verzögerungen im Meldeverfahren möglich.

Die Stadt berichtete weiter, unter den fünf Toten seien ein Senior Jahrgang 1928 und vier Seniorinnen, die 1932, 1937, 1941 und 1952 geboren wurden. Alle fünf hätten Vorerkrankungen gehabt. Das Gesundheitsamt erhält in der Regel stets diese Angaben aus den Kliniken oder von niedergelassenen Ärzten, die den Tod feststellen.

Der Ärztliche Direktor der Bonner Unikliniken, Wolfgang Holzgreve, sagte dem GA, die Uniklinik würde dem Gesundheitsamt umgehend alle geforderten Informationen zukommen lassen. Sowohl Krankenhäuser als auch die Gesundheitsbehörden hätten in der derzeitigen Lage aber viel zu leisten: „Da kann es an der ein oder anderen Stelle Verzögerungen geben.“

In den Bonner Krankenhäusern lagen bis Mittwoch nach Auskunft der Stadt 105 Menschen aus Bonn und dem Umland, die an Covid-19 erkrankt waren. 70 dieser Patientinnen und Patienten werden auf normalen Stationen betreut. 35 liegen auf Intensivstationen, 24 davon müssten beatmet werden. Eine Woche zuvor waren die Bonner Krankenhausbetten von 89 Covid-Patienten belegt, 32 lagen auf der Intensivstation, 19 wurden beatmet. Seit Anfang Oktober steigen die Zahlen der Infizierten, die stationär behandelt werden recht kontinuierlich an. Die Lage in den Krankenhäusern sei zwar angespannt, dennoch sollten Patienten dringende Untersuchungen und Behandlungen nicht aufschieben, hatte der Ärztliche Direktor des Johanniter-Krankenhauses gegenüber dem GA betont.