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Coronavirus in Bonn: OB Sridharan warnt vor weiteren Einschränkungen

Appell von Bonns OB Sridharan : „Wenn wir uns nicht daran halten, wird es weitere Einschränkungen geben“

Erneut hat Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan am Donnerstagmittag über die Corona-Lage informiert. Demnach gibt es in der Stadt aktuell 75 positiv getestete Coronavirus-Fälle. Die beiden zuerst registrierten Fälle sind mittlerweile genesen.

Sridharan teilte mit, dass die Stadtverwaltung, insbesondere das Dienstleistungszentrum ab Montag nur noch für dringend notwendige Anliegen geöffnet seien. Alle anderen Termine würden bis Ende Mai abgesagt.

Die beiden als erstes in Bonn registrierten Fälle von mit dem Coronavirus Infizierten sind laut OB inzwischen gesundet. Es handelt es sich dabei um einen Studenten, der als Mitarbeiter in der OGS der Clemens-August-Schule in Poppelsdorf tätig ist, und eine Kölnerin, die in Endenich in einem Büro arbeitet.

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Der OB appellierte nochmals an alle Bürger, die sozialen Kontakte zu minimieren und die vorgegebenen Regeln zu beachten. „Dann können wir in Bonn dazu beitragen, dass sich das Virus nicht so schnell verbreitet, wie das anderswo der Fall ist.“

Zurzeit seien neben den Ordnungskräften auch weitere Mitarbeiter der Stadtverwaltung, unter anderem vom Vollstreckungsdienst, in der Stadt unterwegs, um alle Bürger anzusprechen, die sich nach wie in den Parks versammelten oder verbotenerweise auf den Spielplätzen mit Kindern seien. Versammlungen ab zehn Personen seien verboten, betonte Sridharan. Zuwiderhandlungen könnten mit Strafen geahndet werden, so Ordnungsamtschef Günter Dick. Zurzeit setze die Stadt Bonn aber immer noch auf die Vernunft der Menschen.

Im Moment ist die Stadtverwaltung mit allen Dienststellen nur noch für Personen mit Termin zugänglich. Das gelte vor allem für das Dienstleistungszentrum (DLZ). Es gibt im Stadthaus nur noch einen Eingang an der Rolltreppe.

Abteilungsleiter Harald Borchert berichtet von unhaltbaren Zuständen, die diese Einschränkung erforderlich gemacht hätten. Trotz aller Bitten, nur noch bei absolut dringenden Fällen das DLZ in Anspruch zu nehmen, seien am Montag noch 1200 sowie an den beiden Folgetagen noch jeweils rund 600 Bürger ins DLZ gekommen. Dabei seien auch Personen gewesen, so Borchert, die unter Quarantäne stünden. Auch sei eine Familie mit zwei Kindern gekommen, die Reisepässe für den Nachwuchs beantragen wollte. Als Grund hätten die Eltern angegeben, eventuell verreisen zu wollen. „Das ist bei uns natürlich auf völliges Unverständnis gestoßen.“

Mit dem Krisenstab sei deshalb entschieden worden, ab Montag alle Termine im DLZ bis Ende Mai abzusagen. Es werden alle Bürger per E-Mail informiert. Das DLZ stehe aber nach wie vor für Notfälle bereit. „Wir werden genau checken, welcher Termin ein Notfall ist und welcher nicht.“

Sridharan und seine Mitarbeiter bitten alle Bürger um Verständnis und darum, dass sich alle an die vorgeschriebenen Maßnahmen halten. Alle sollten möglichst Kontakte vermeiden und abwarten, bis die Krise überstanden sei. Der OB hofft, dass dies im Sommer der Fall ist und Bäder und Parks wieder geöffnet werden können. „Wenn wir uns nicht daran halten, wird es zu weiteren Einschränkungen kommen.“