1. Bonn
  2. Stadt Bonn

Coronavirus in Bonn: Stadt nimmt zweites Testzentrum in Betrieb

Petra-Kelly-Allee : Stadt Bonn nimmt zweites Corona-Testzentrum in Betrieb

Die Stadt Bonn hat am Montag das zweite Corona-Testzentrum in Betrieb genommen. Mit dem Zentrum will die Stadt vor allem die Warteliste der Kontaktpersonen erster Kategorie abarbeiten, die ohne Symptome sind.

Immer mehr Reiserückkehrer, der Schulbeginn und die Aufnahme des Regelbetriebs in den Kindertagesstätten: Weil die Warteliste beim städtischen Gesundheitsamt mit Personen, die sich auf Corona testen lassen müssen, immer länger wurde, hat die Stadt Bonn über das Wochenende auf dem Parkplatz an der Petra-Kelly-Allee gegenüber dem Rheinauen-Park ein zweites Testzentrum eingerichtet. Das erste Testzentrum an der Gotenstraße war mit Beginn des Lockdowns im März eröffnet worden.

Schon seit dem Morgen herrschte am Montag reger Betrieb auf dem Parkplatz. Er war weiträumig abgesperrt, Feuerwehrautos rangierten hin und her, Gitter trennten den Zufahrtsweg zu den beiden Zelten des neuen Testzentrums ab, das Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr mit Unterstützung von Helfern der Freiwilligen Feuerwehren über das Wochenende zunächst als Provisorium aufgebaut hat. Die Zelte wurden in den nächsten Tagen durch Container ersetzt.

Wie bei einem Drive-In eines Schnellrestaurants können die zu testenden Personen mit ihrem Auto bis zum Testschalter vorfahren. „Nur, dass es bei uns keine Burger gibt“, meinte Oberbürgermeister Ashok Sridharan mit einem Schmunzeln, als er mit Vizegesundheitsamts-Chefin Susanne Engels und Feuerwehrchef Jochen Stein das neue Zentrum am Mittag in Augenschein nahm. Der OB lobte die Feuerwehr, dass sie das Zentrum in so kurzer Zeit aufgebaut und in Betrieb genommen habe. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten bereits 65 Bonnerinnen und Bonner den kostenlosen Test dort in Anspruch genommen, berichtete Stein.

Rund 100 Tests am Tag

Auch Stadtsprecherin Monika Hörig fuhr mit ihrem Wagen vor und ließ sich testen. Allerdings diente das Ganze nur als Motiv für die Fotografen. Mit diesem Zentrum will die Stadt in erster Linie die Warteliste der Kontaktpersonen erster Kategorie abarbeiten, die ohne Symptome sind. Engels sprach von gut 300 Kontaktpersonen, die mittlerweile schon einige Zeit auf einen Test warteten. „Es handelt sich um Personen, die mit positiv auf Corona getesteten Personen unmittelbar und ohne Schutzmasken Kontakt hatten“, erklärte sie. Sie würden nun vom Gesundheitsamt angerufen und erhielten zeitnah einen Termin. Die Ergebnisse sollen möglichst in den nächsten zwei Tagen vorliegen, hofft Engels. „So lange müssen alle Getesteten zu Hause bleiben“, macht die Medizinerin deutlich.

Rund 100 Personen am Tag könnten sich zurzeit im neuen Testzentrum einem Corona-Test unterziehen, sagte Feuerwehrchef Stein. Sollte der Bedarf weiter wachsen, könne diese Zahl verdoppelt werden. Besetzt ist das neue Zentrum an der Petra-Kelly-Allee derzeit mit 15 bis 18 Mitarbeitern der Feuerwehr. „Wir werden sehen, ob wir die Anzahl etwas reduzieren können“, meinte Stein. Auf das Testzentrum an der Gotenstraße könne man nicht ausweichen. Das steht ausschließlich Personen mit Symptomen zur Verfügung.