Über 200 Leute antworten auf Umfrage in den sozialen Medien Das wünschen sich die GA-User für die Klimastadt Bonn

Bonn · Wir haben die GA-User über die sozialen Netzwerke gefragt, was sie sich für ein umweltfreundliches Bonn 2050 wünschen. Neben dem großen Thema Verkehr und Mobilität gab es auch viele kreative Vorschläge für kleinere Klimaprojekte in der Stadt.

 Über Facebook, Instagram und per Mail haben sich GA-User gemeldet, um ihre Maßnahmen für ein klimafreundliches Bonn 2050 vorzustellen.

Über Facebook, Instagram und per Mail haben sich GA-User gemeldet, um ihre Maßnahmen für ein klimafreundliches Bonn 2050 vorzustellen.

Foto: Grafik

Mehr als 200 GA-User waren es, die in der letzten Woche auf den digitalen Plattformen über die zukünftige Gestaltung der Stadt mitdiskutierten und Antworten, Kommentare oder Mails schickten. Unter der Frage „Welche konkrete Maßnahme wünscht Ihr euch für ein klimafreundliches Bonn 2050?“ drehten sich die meisten Antworten um das Thema Verkehr und Mobilität.

Klimaideen im Bereich Verkehr und Mobilität

Während viele User auf Facebook oder Instagram im Sinne einer klimafreundlichen Zukunftsstadt für einen kostenlosen ÖPNV, eine autofreie Innenstadt und ein besseres Radwegenetz plädierten, zeigte sich ein gemischtes Bild bei der Frage, ob eine Seilbahn eine sinnvolle Klimamaßnahme für die Stadt ist. Damit bestätigten die GA-User das gemischte Stimmungsbild aus der aktuellen Forsa-Umfrage, die im Auftrag von General-Anzeiger und Radio/Bonn-Rhein-Sieg durchgeführt wurde.

Eine weitere Idee im Bereich Mobilität und ÖPNV lieferte GA-User Peer, der sich für eine Erweiterung des U-Bahn-Netzes ausspricht. Für Instagram-Nutzer Conny haben der „Ausbau der E-Ladeinfrastruktur und stärkere Anreize für e-Mobility“ Priorität. Auch eine Stärkung von Carsharing-Angeboten hält Conny für sinnvoll. Userin Mimi schlägt vor neben dem Ausbau von Ladestationen vor, dass man auch die Flächen der Bushaltestellen sinnvoll nutzt und diese mit Solarpaneelen bestücken könnte. Eine schnelle Lösung für einen effektiveren und umweltfreundlichen Verkehr wünscht sich GA-Leser Patrick aus Ückersdorf: „Die Ampelschaltungen besser an den Realverkehr anpassen“, lautet sein Vorschlag.

Viele wünschen sich mehr Stadtgrün in Bonn

Neben der Verkehrssituation sehen viele GA-Leser in den sozialen Netzwerken Bedarf für mehr Grün in der Stadt. Während die Bonner Dächern vielen Vorschlägen nach wahlweise mit Solar- oder Grünanlagen bestückt und von der Stadt gefördert werden sollten, gibt es auch den Wunsch bepflanzten Fassaden. „Mehr Blumen in den Parks“ lautet eine weitere Klimaidee, die unter anderem Facebook-Nutzerin Doris hat. Instagram-Userin Christina hofft auf mehr Hecken und Vegetation am Wegesrand.

„Außerdem wünsche ich mir Sommerwiesen, die nicht gemäht werden, sodass die Insekten von den Blumen leben können“, pflichtet ihr GA-Leserin Ines in ihrer Mail an den GA inhaltlich bei. Martin Verlinden aus Bad Godesberg schlägt zudem öffentliche Wasserzapfstellen vor, an denen Schläuche zum gemeinsamen Gießen der Pflanzen angeschlossen werden können. Das Verbot von Steingärten ist eine weitere Maßnahme, die gleich in mehreren Antworten genannt wird.

Weiter Vorschläge für ein klimafreundliches Bonn 2050

Im Bereich Energieversorgung hofft Facebook-Userin Kristina auf ein ausgebautes Fernwärmenetz für Bonn, welches sich aus Solar und Geothermie speist. Kurz nach ihr meldet sich Heinkes zu Wort. Wenn es nach ihm ginge, gäbe es in Zukunft mehr schnelle und unbürokratische Unterstützung von ökologischen Wohnprojekten. Ebenfalls beim Thema Bauen hakt auch Patrick auf Facebook ein. Sein Wunsch für die Zukunft: „Weniger Geld in Prestigeobjekte stecken und dafür das Geld für Umweltprojekte nutzen.“

Für Lösungen im öffentlichen Raum, die gerade in zukünftigen Hitzephasen wichtig werden könnten, sprechen sich unter anderem Martin, Patrick und Lea aus. Sie wünschen sich kostenlose Trinkbrunnen, eine verbesserte Frischluftschneise und Wasserauffangbecken nach dem Schwammstadtprinzip. „Mehr Mülleimer“ und „bessere Müllkonzepte“, fordern Janina und Lucas. Letzterer schlägt vor, sich hier an Städten wie etwa Hamburg zu orientieren, die bereits nachhaltige Konzepte vorweisen könnten.

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