Ukrainer verabschieden sich nach drei Tagen Delegation aus Cherson hofft auf baldigen Besuch aus Bonn

Bonn · Die ukrainische Delegation aus Cherson bedankte sich nach drei Tagen für die Gastfreundschaft in Bonn. So bald wie möglich möchte man die Oberbürgermeisterin auch in der Frontstadt begrüßen.

 Von links nach rechts: Stefan Wagner, Leiter des Amtes für Internationales und globale Nachhaltigkeit, Vitalii Bielobrov, Vize-Bürgermeister Cherson, Katja Dörner, Oberbürgermeisterin Bonn, Nataliia Kraska, Leiterin der Abteilung für die Bekämpfung und Vorbeugung von häuslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt, Tetiana Banshchykova, Abteilungsleiterin für internationale und interkommunale Zusammenarbeit der Stadt Cherson, Stefan Mironjuk, Dolmetscher für die Delegation und Vereinsmitglied Blau-Gelbes Kreuz.

Von links nach rechts: Stefan Wagner, Leiter des Amtes für Internationales und globale Nachhaltigkeit, Vitalii Bielobrov, Vize-Bürgermeister Cherson, Katja Dörner, Oberbürgermeisterin Bonn, Nataliia Kraska, Leiterin der Abteilung für die Bekämpfung und Vorbeugung von häuslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt, Tetiana Banshchykova, Abteilungsleiterin für internationale und interkommunale Zusammenarbeit der Stadt Cherson, Stefan Mironjuk, Dolmetscher für die Delegation und Vereinsmitglied Blau-Gelbes Kreuz.

Foto: Sascha Engst/ Bundesstadt Bonn

Nach drei vollgeplanten Tagen verabschiedete sich die ukrainische Delegation aus der Frontstadt Cherson am Mittwochmorgen im Stadthaus von Oberbürgermeisterin Katja Dörner. Chersons stellvertretender Bürgermeister Vitalii Bielobrov bedankte sich für die Gastfreundschaft, den fachlichen Austausch und vor allem den warmen Empfang durch die Bundesstädter. „Wir haben uns wie auf einem anderen Planeten gefühlt“, sagte Bielobrov.

Der Besuch bei zahlreichen Fachleuten, unter anderem mit den Stadtwerken und Bonner Wirtschaftsvertretern, habe gezeigt, wohin sich die ukrainische Stadt nach dem Krieg entwickeln könne. „Wir wollen keinen Wiederaufbau, wir wollen einen grünen und europäischen Neubau unserer Stadt. Bonn ist die Benchmark“, so Bielobrov, der die Bonner Oberbürgermeisterin seinerseits zu einem Besuch in die Frontstadt einlud.

Sobald die Delegation zurück in Cherson sei, wolle man mit der inhaltlichen Vorbereitung für einen Besuch aus Bonn beginnen. Natürlich müsse die Sicherheitslage eine Visite hergeben, machte Bielobrov klar. Die ukrainische Stadt liegt nur wenige Kilometer entfernt von der Frontlinie. Die Bonner Oberbürgermeisterin bestätigte, dass sie schon lange über einen möglichen Besuch nachdenke, zeigte sich insgesamt jedoch verhaltener, was eine baldige Reise angeht.

Bonn will Cherson mit Kleinbussen unterstützen

Geholfen habe der mehrtägige Austausch aus Sicht der Bonnerin vor allem deshalb, da die Verwaltung nun ein klareres Bild für den Unterstützungsbedarf habe. Etwa, dass es aufgrund der Gefahrenlage keine großen Gelenkbusse, sondern kleinere Transportfahrzeuge in der südukrainischen Stadt brauche. Wie Dörner bestätigte, werde in Bonn nun gezielt nach Kleinbussen geschaut, die zur Verfügung gestellt werden können.

Auch die Leistung der Bonner Zivilgesellschaft hob Dörner hervor. Die Bundesstädter hätten bereits 150.000 Euro an die Organisation Help gespendet, die das Projekt „Bonn hilft Cherson“ koordiniert. „Es ist keine Partnerschaft der Stadtverwaltungen, sondern der Stadtgesellschaft“, schloss Stefan Wagner, Amtsleiter für Internationales und globale Nachhaltigkeit der Stadt Bonn, der den Besuch der Delegation geplant hatte.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort