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Protest in der Innenstadt: Demonstranten in Bonn sehen Maskenpflicht kritisch

Protest in der Innenstadt : Demonstranten in Bonn sehen Maskenpflicht kritisch

Am Montag zogen Menschen durch die Bonner Innenstadt, um gegen die Corona-Regeln zu demonstrieren. Dabei warnten sie unter anderem vor „psychischen Schäden“ durch das Tragen von Masken. Der GA hat mit den Teilnehmern gesprochen.

Sie laufen seit mehreren Monaten jeden Montag durch die Innenstadt und protestieren gegen die aktuellen Corona-Regeln. Gut ein Dutzend von ihnen haben  sich am vergangenen Montagabend wieder in der City versammelt und zogen mit Transparenten, auf denen zum Beispiel  „Frei Atmen ohne Maske“ stand, durch die Bonner Innenstadt. „Wir wollen niemanden belehren, wir wollen nur unsere Meinung sagen“, sagt eine der Teilnehmerinnen.

Mit Namen möchte kaum jemand in der Zeitung stehen. Zu groß sei die Angst vor beruflichen Problemen. Die Berichterstattung sei sehr einseitig, meint ein Teilnehmer. „Wir werden in einem schlechten Licht dargestellt“, sagt er und meint damit unter anderem die Demonstration in Berlin am vorletzten Wochenende. Einige von ihnen waren nach eigener Aussage selbst dort. Dass es 1,3 Millionen gewesen sein sollen, wie von den Veranstaltern behauptet, das glaube er nicht. Die Zahlen der Polizei von gut 20.000 Teilnehmern seien aber auch zu niedrig.  „Ich denke, es könnten gut 300.000 gewesen sein“, sagt er und fügt hinzu, dass ja viele unter den Bäumen auf der Straße des 17. Juni im Schatten gesessen hätten, die auf den Luftfotos gar nicht zu sehen seien.

Demonstranten warnen vor bestimmten Impfstoffen

Die Einzige, die nichts dagegen hat, mit Namen in der Zeitung genannt zu werden, ist Heilpraktikerin Ingeburg Schmitz. Das wichtigste Thema für sie seien die Impfungen. Mit Impfungen allgemein habe sie kein Problem, betont sie gleich zu Beginn. Aber mit bestimmten Impfstoffen. „Da sind Zusatzstoffe wie etwa Aluminium oder Quecksilber drin, um sie haltbarer zu machen“, erklärt sie. Diese seien aber schädlich für das Gehirn. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat auf seiner Homepage Antworten zu den häufigsten Einwänden gegen die Impfung. Dort schreibt das RKI, dass in einigen Impfstoffen Aluminium oder Quecksilber enthalten sind. Allerdings seien die Konzentrationen äußerst gering und weit unterhalb der toxikologischen Grenzwerte. So solle Aluminiumhydroxid zum Einsatz kommen, um die Immunantwort zu stärken. Um den Impfstoff haltbar zu machen, komme Phenol zum Einsatz. Schmitz sehe vor allem die schnelle Entwicklung des Impfstoffes mit Sorge. „Wenn eine Impfung, dann muss sie sicher und sauber sein“, sagt sie.

Demonstranten: Das Tragen der Maske könne zu „psychischen Schäden“ führen

Die Maskenpflicht sehen die Demonstranten ebenfalls kritisch - vor allem jene in Schulen. Das stundenlange Tragen von Masken würde  den Sauerstoffgehalt im Blut senken, sind sich die Demonstranten sicher. Auch sagt eine Teilnehmerin, dass das Tragen der Maske „psychische Schäden“ verursachen würde, wenn man das Gesicht des Anderen nicht sehen könne. Ebenso machten ihnen die wirtschaftlichen Probleme große Sorgen. Sie befürchten, dass es in Zukunft zu einer Pleitewelle kommen könnte. Den Politikern in Berlin werfen sie zum Teil eine Doppelmoral vor. So habe es für die Black-Lives-Matter-Demonstrationen großen Zuspruch der Politiker gegeben. Demonstranten, die gegen die Corona-Regeln protestieren, würden hingegen als Covidioten bezeichnet, wie es in der vergangenen Woche die SPD-Bundesvorsitzende Saskia Esken getwittert hat. „Das geht gar nicht“, so eine Teilnehmerin.