Expertinnen für Denkmalschutz im Gespräch „Das Stadthaus ist ein fantastischer Bau“

Interview | Bonn · Bonn hat mehr Denkmäler als andere Städte – an der Zahl sind es derzeit 4000. Die gilt es zu schützen, denn am meisten sind die Bürogebäude durch Abriss, Umbau oder Eingriff in die Fassade gefährdet, sagen zwei Expertinnen.

 Constanze Falke (links) und Katrin Bisping bei der Begehung im Klassenzimmer der Pestalozzischule, wo das Stadtarchiv unterkommen soll.

Constanze Falke (links) und Katrin Bisping bei der Begehung im Klassenzimmer der Pestalozzischule, wo das Stadtarchiv unterkommen soll.

Foto: Meike Böschemeyer

Rund 4000 Baudenkmäler gibt es in Bonn, und da sind viele potenzielle Denkmäler der 1960er und 1970er Jahre noch nicht dabei – Stichwort Stadthaus –, die in den Fokus der Denkmalschützer rücken. Um die vielen erhaltenswerten Bauten des Städtischen Gebäudemanagements Bonn (SGB) adäquat zu betreuen, wurde die Kunsthistorikerin Constanze Falke eingestellt. Zuvor hatte sie auf der Baustelle Beethovenhalle auf Honorarbasis die Einhaltung der Urheberrechte der Nachfahren des Architekten Siegfried Wolske überwacht. Mit ihr und mit Katrin Bisping, Leiterin der Unteren Denkmalschutzbehörde, sprach wir über Probleme und Chancen der Bonner Denkmal-Landschaft. Das Gespräch führte Thomas Kliemann.