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Sanierung des maroden Dachs: Der Bonner Hauptbahnhof wird eingerüstet

Sanierung des maroden Dachs : Der Bonner Hauptbahnhof wird eingerüstet

Die Vorbereitungen für die Sanierung des maroden Dachs über den Gleisen laufen auf Hochtouren. Pendler müssen weiterhin mit Einschränkungen rechnen.

Es tut sich was im Bonner Hauptbahnhof. Wie von einem DB-Sprecher vor wenigen Wochen angekündigt, haben jetzt die Arbeiten für die Sanierung des seit Jahren maroden Daches begonnen, durch das es an vielen Stellen durchgeregnet hat. Die Firma, die mit diesem Teil der Sanierung beauftragt worden ist, hat mittlerweile eine Baustelle eingerichtet.

Während vor dem Bahnhofsgebäude bereits eine Kastanie gefällt wurde, um dort Platz für einen Kran zu schaffen, und die ersten Baucontainer aufgestellt wurden, errichten Bauarbeiter im Bahnhofsgebäude derzeit auf dem Bahnsteig 1 und gegenüber auf den Bahnsteigen 2 und 3 nacheinander große Stahlstützen. Wozu sie genau dienen, war trotz mehrfacher Nachfragen bei der DB-Pressestelle nicht zu erfahren. Nur so viel: Ab September soll einem Bahnsprecher zufolge die Montagebühne mithilfe eines speziellen Turmdrehkrans installiert werden. „Dieses Gerüst bildet die Grundlage für alle weiteren Arbeiten“, sagte der Sprecher. Von dort würden die einzelnen Dachelemente ab November demontiert, kernsaniert und wieder eingebaut.

Gleis 1 ist seit November gesperrt

Damit die Bahnhofshalle künftig heller und freundlicher wird, ist das Dach laut den aktuellen Entwürfen mit viel Glasfläche geplant. Auch die denkmalgeschützte Gussstahlkonstruktion aus den Jahren 1883/84 soll restauriert werden. Die Bauarbeiter arbeiten sich dabei schrittweise von Ost nach West vor. Die Bahn geht davon aus, dass die umfangreichen Bauarbeiten bis Ende 2019 dauern werden. Mit welchen zusätzlichen Beeinträchtigungen die Bahnkunden durch die anstehende Dachsanierung in Zukunft zu rechnen haben, vermochte der Bahnsprecher am Dienstag ebenfalls nicht zu sagen. Die Bahn wolle zum gesamten Thema in den nächsten Tagen eine Pressemitteilung herausgeben, hieß es lediglich.

Wie berichtet, hatten sich in den vergangenen Monaten vor allem Pendler immer wieder öffentlich darüber beschwert, dass es auf der Baustelle im Bonner Hauptbahnhof nicht vorwärtsgehe, obwohl Gleis 1 mit Beginn der Bauarbeiten seit November vergangenen Jahres gesperrt ist. Deshalb wickelt die DB ihren gesamten Zugverkehr über die hinteren Gleise ab. Dadurch sind diese Bahnsteige allerdings in der Hauptverkehrszeit meistens überfüllt. Nach Beobachtung einiger Pendler komme es dadurch auch oftmals zu gefährlichen Situationen auf den Bahnsteigen.

Auf Nachfrage des GA hatte ein Bahnsprecher dazu kürzlich erklärt: „Die Kanalsanierung am Bahnsteig 1 wird weiterhin ausgeführt.“ Es werde die Stützenentwässerung fertiggestellt. Über die späteren Dachstützen müsse das Regenwasser abfließen können. Anschließend müsse der Anschluss an die städtische Kanalisation erfolgen. Viele dieser Arbeiten erfolgten unterirdisch. Laut diesem Sprecher liege die Baumaßnahme Bonner Hauptbahnhof auch noch im Zeitplan. Insgesamt belaufen sich laut DB die Kosten für die Sanierung, die im Zuge einer Modernisierungsoffensive in ganz NRW erfolgt, auf rund 13 Millionen Euro.