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Busverkehr in Dransdorf: Der Engpass wird entschärft

Busverkehr in Dransdorf : Der Engpass wird entschärft

Busse haben auf der Meßdorfer Straße immer wieder Probleme beim Rangieren, weil sich die Fahrer nicht rechtzeitig sehen können. Deshalb soll das absolute Halteverbot erweitert werden.

Wenn auf der engen Meßdorfer Straße im unteren Stück in Dransdorf Autos am rechten Fahrbahnrand parken, geht hier manchmal nichts mehr. Der Verkehr stockt, Autos müssen sich kleine Lücken suchen, um Gegenverkehr durchzulassen. Besonders schwierig ist das für Busse, die sich begegnen. Aber die Situation wird wohl in absehbarer Zeit übersichtlicher werden.

Hintergrund ist der ÖPNV-Fahrplanwechsel an diesem Sonntag. Dann soll die Buslinie 610 (Duisdorf, Dransdorf, Hauptbahnhof, Heiderhof) „schrittweise“ auf Gelenkbusse umgestellt werden, teilte das Planungsamt mit. Doch weil diese länger sind als die Solobusse, die bisher auf der Meßdorfer Straße fahren, benötigt es Änderungen, die der Stadtrat im Februar 2017 beschließen soll.

„Von Meßdorf kommend besteht im Kurvenbereich das Problem, dass die Busfahrer die ihnen begegnenden Busse nicht rechtzeitig sehen können und ein Ausweichen aufgrund parkender Fahrzeuge äußerst problematisch ist“, so die Analyse. Mehr noch: „Beim Einsatz von Gelenkbussen ist ein Ausweichen im gesamten Bereich der Meßdorfer Straße zukünftig nicht mehr ohne einzurichtende Ausweichstellen möglich.“ Denn sonst würde der hintere Teil der Gelenkbusse zwischen den parkenden Fahrzeugen in die Gegenfahrbahn ragen.

Schon heute komme es nach Aussage der Stadtwerke manchmal zu Blockierungen bei der Gelenkbuslinie N9, die den Einsatz von Verkehrsmeistern erfordern. Im Klartext: Dann geht ohne Hilfe von außen nichts mehr vor oder zurück.

Absolutes Halteverbot auf beiden Straßenseiten gefordert

Notwendig sei daher ein durchgängiges absolutes Halteverbot auf beiden Straßenseiten – von der Verkehrsinsel am Ortseingang Dransdorf bis zum siebten Haus auf der rechten Seite. „Hierdurch können sich die Fahrer der einander entgegenfahrenden Busse rechtzeitig sehen und gefahrlos begegnen“, so die Stadt. Dadurch fallen auf diesem etwa 150 Meter langen Stück allerdings schätzungsweise 15 bis 20 öffentliche Parkplätze am Straßenrand weg.

Außerdem müsse das absolute Halteverbot vor und hinter dem Zebrastreifen Am Dörnchen (siehe Foto) um je zehn Meter erweitert werden, um eine Ausweichstelle zu schaffen. Das habe auch den Vorteil, dass querende Fußgänger besser gesehen werden. Allerdings: Auch hier müssen rund vier Parkplätze dafür geopfert werden.

Damit die Autos dann nicht plötzlich auf der anderen Straßenseite parken, soll in Gegenrichtung das bestehende eingeschränkte Halteverbot vom Kreisel kommend über den Zebrastreifen hinaus bis Hausnummer 64 verlängert werden. Dort ist schon heute das Gros des Gehwegs mit Pollern versehen. Für Anlieger, die ohne Privatstellplatz auf eigenem Grundstück sind, bedeuten die Pläne allerdings: Sie müssen sich im weiteren Umkreis Parkmöglichkeiten suchen.