Maxim Kowalew Don Kosaken Der russischen Seele ganz nahe

IPPENDORF · Die Maxim Kowalew Don Kosaken gastierten auf dem Bonner Kreuzberg. Das Publikum lauschte ergriffen.

 Die Maxim Kowalew Don Kosaken in der Kreuzbergkirche.

Die Maxim Kowalew Don Kosaken in der Kreuzbergkirche.

Foto: Barbara Frommann

Es duftete nach frischem Tannengrün, vor dem prächtigen Altar brannte die zweite Kerze am Adventskranz. Und spätestens beim ersten Ton war die Weihnachtsstimmung perfekt: Auf ihrer Europatournee haben die Maxim Kowalew Don Kosaken Station in Bonn gemacht. Mehr als 150 Zuhörer waren für dieses ganz besondere Konzert in die Kreuzbergkirche gekommen.

Dabei boten die Don Kosaken an diesem Abend ein anderes Programm als gewöhnlich. "In der Regel treten wir in Sälen auf. Aber weil wir hier in einer Kirche singen, haben wir unser Repertoire ein wenig verändert und dem Ort angepasst", erklärte Manager Marek Szymczak. Adventslieder, Volksweisen aber vor allem russisch-orthodoxe Kirchengesänge präsentierten die sieben Sänger unter Leitung von Viacheslav Yeromin.

Die geschulten Stimmen der Maxim Kowalew Don Kosaken brauchten auch in dem Gotteshaus kein Mikrofon und keinen Verstärker. Ein kurzes Anstimmen von Yeromin, schon erfüllten die kräftigen, ausdrucksvollen Stimmen von Bass bis Tenor mühelos das ganze Kirchenschiff. Bereits bei den ersten Tönen lauschte das Publikum ergriffen und ließ sich in eine andere Kultur entführen.

Dabei war die Botschaft der Don Kosaken eindeutig: "Wir wollen zeigen, dass man betend singen und singend beten kann", erzählten die Sänger vor ihrem Auftritt am Kreuzberg. Und die unprätentiöse Schönheit des mehrstimmigen Gesangs verfehlte auch an diesem Abend ihre Wirkung nicht. Obwohl die meisten Zuhörer die Texte der Lieder wohl nicht verstanden, ließen sie sich schnell von dieser fremden Welt verzaubern. Festlich und ein wenig feierlich wurde es gleich bei "Grüß Gott", dem ersten Lied des Abends. Aber auch die russische Anlehnung an "Stille Nacht, heilige Nacht", verfehlte ihre Wirkung nicht. Mit jedem Ton gaben die Sänger Einblicke in die russische Seele.

Die sieben Kosaken werden in den nächsten Tagen in ihre weißrussische Heimat zurückfliegen. Weihnachten zu Hause? "Nein, die sind zur deutschen Weihnachtszeit bei ihren Familien. Wir feiern erst Anfang Januar und dann sind die Kosaken wieder auf Konzerttour unterwegs", erklärte Manager Marek Szymczak.

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