Friedensplatz Dialog-Truck des BMZ machte Station in Bonn

Bonn · Woher stammt der Kakao, und warum müssen wir die Korallenriffe Mittelamerikas schützen? Antworten auf diese und weitere Fragen gab es am Mittwoch auf dem Friedensplatz.

 Testen und Fragen stellen: Fair gehandelten Kaffee konnten die Besucher am Stand auf dem Friedensplatz probieren.

Testen und Fragen stellen: Fair gehandelten Kaffee konnten die Besucher am Stand auf dem Friedensplatz probieren.

Foto: Horst Müller

Dort stand ein großer Truck, den das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unter dem Motto "Zukunftsentwickler on Tour" quer durch Deutschland schickt. Bonn war am Mittwoch die 15. von insgesamt 17 Stationen der bundesweiten Dialogtour .

"Die Entwicklungspolitik kann nicht darauf warten, bis die Menschen zu ihr kommen. Wir müssen zu den Menschen gehen", sagte Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz. "Bonn als deutsche UNO-Stadt, Nachhaltigkeitsstandort und Hauptsitz des BMZ ist sich der Verantwortung für andere Länder bewusst", sagte Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch.

Die Idee hinter der Tour: Entwicklungspolitik müsse zwischen Politik, Zivilgesellschaft und Unternehmen breit aufgestellt sein, erläuterte Ute Baumgärtel von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), die das BMZ mit dem Projekt beauftragt hat.

An verschiedenen Ständen lernten kleine und große Besucher verschiedene Möglichkeiten der Entwicklungszusammenarbeit kennen. Mit dabei: Vereine und Initiativen wie "Cotton made in Africa" sowie "Gemeinsam für Afrika".

Am Stand von "LemonAid & ChariTea" sowie Coffee Circle konnten Besucher fair produzierte und gehandelte Getränke probieren und äthiopischen Kaffee trinken. Sie alle seien auf sogenannte nachhaltige Wertschöpfungsketten ausgelegt, berichtete Baumgärtel. An Infostationen erfuhren Besucher Wissenswertes zu Themen wie Armut, Rohstoffe oder Bildung. I-Pads zeigten ein Video zur Entwicklungspolitik.

Mit von der Partie war auch der Berliner Mauermaler Kiddy Citny. An seinem Stand konnten kleine Besucher eine Wand bunt gestalten, die später in Berlin ausgestellt wird. "Wir sagen den Kindern schon, dass es um die Zukunft geht", meinte der Künstler. "Nicht schlimm", fand indes Kaoutha (12), dass bald auch ihre Darstellung eines Flusses dort zu sehen sein wird.

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