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Sachbeschädigungen: Die Angst vor den Eierwerfern

Sachbeschädigungen : Die Angst vor den Eierwerfern

Einige Bonner Hausbesitzer sind weit davon entfernt, sich auf den Halloween-Abend zu freuen. Denn wie die Erfahrung zeigt, könnte es sein, dass auch am Mittwochabend wieder Randalierer unterwegs sein werden, die rohe Eier auf die Fassaden von Häusern werfen. 14 Anzeigen wegen Sachbeschädigung hat es 2011 bei der Bonner Polizei gegeben, acht davon wegen des Werfens von Eiern, teilte Sprecher Christoph Schnur dem GA auf Anfrage mit.

Viel Aussicht auf Ermittlungserfolg gibt es nicht: "Jeder Fall wird statistisch registriert und an die Staatsanwaltschaft übergeben." Wenn es aber keinerlei Hinweise gebe, werden die Ermittlungen eingestellt. Davon kann ein Beueler ein Lied singen. Er wurde schon zweimal Opfer der Eierwerfer - 2010 und 2011. Zunächst habe er versucht, die Fassade mit Hochdruckreiniger zu säubern. Als dies nicht den gewünschten Effekt hatte, habe er das Haus neu streichen lassen.

Etwas anderes als Streichen bleibe häufig nicht übrig, berichtet ein Bad Godesberger. "Wenn man den Schaden nicht sofort bemerkt und das Ei eingetrocknet ist, hat man keine Chance mehr. Bei einer Rauputzfassade bekommt man die Eier mit dem Hochdruckreiniger ohnehin nicht weg."

Wer seine Fassade nicht streichen möchte, muss mit hässlichen, grauen Flecken leben. Die sind unter anderem an Häusern in Rüngsdorf zu sehen, wo Eierwerfer im vergangenen Jahr unterwegs waren. "Das Eigelb zieht ein, es bleibt ein Fleck", erzählt der Godesberger. Der ist zunächst gelb. Dann allerdings setzte sich Staub und anderer Dreck darauf, und der Fleck werde langsam aber sicher grau.