1. Bonn
  2. Stadt Bonn

Ansteckender Virus: Die Augengrippe grassiert in Bonn

Ansteckender Virus : Die Augengrippe grassiert in Bonn

Mehr als 100 Fälle der sogenannten Augengrippe, ausgelöst durch einen hochansteckenden Adenovirus, sind in den vergangenen zwei Wochen beim Gesundheitsamt der Stadt Bonn gemeldet worden.

Die Erkrankung sei meldepflichtig, teilte Vize-Stadtsprecher Marc Hoffmann am Montag auf Anfrage mit. „Das tückische ist die lange Inkubationszeit von bis zu zwölf Tagen, zudem ist das Virus umweltresistent.“ Will heißen: Es kann nur mit speziellen Desinfektionsmitteln, die in Apotheken verkauft werden, beseitigt werden.

Adenoviren sind laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung eine Erregergruppe, die eine Vielzahl von Erkrankungen auslöst, unter anderem der Atemwege, des Magen-Darm-Traktes oder der Augenbindehaut und Hornhaut. Die Viren sind hoch ansteckend und widerstandsfähig. Infektionen am Auge würden häufig von Mensch zu Mensch übertragen. Die Viren in der Tränenflüssigkeit würden über die Hände verbreitet, an denen die Erreger haften.

Zu Beginn zeige sich auf einem oder beiden Augen eine Rötung, gefolgt von einer Schwellung der Augenbindehaut. Betroffene haben ein Fremdkörpergefühl im Auge. Das Auge juckt, tränt und reagiert empfindlich auf Licht. Häufig entwickeln sich auch eine Augenlidschwellung und eine Vergrößerung der Lymphknoten vor dem Ohr. Erkrankte sollten einen Augenarzt konsultieren, der ein virushemmendes Medikament verordne. Die Gefahr einer Übertragung beginnt mit den ersten Krankheitszeichen und dauert in der Regel mindestens zwei Wochen an. Laut Hoffmann sollten Erkrankte so lange zu Hause bleiben, bis die Symptome abgeklungen sind. Das könne einige Tagen dauern.

Weitere Informationen auf www.infektionsschutz.de