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Universitätsklinikum Bonn: Die erfolgreichste Uniklinik Deutschlands liegt in Bonn

Universitätsklinikum Bonn : Die erfolgreichste Uniklinik Deutschlands liegt in Bonn

Das Universitätsklinikum Bonn hat am Mittwoch die Jahresbilanz für 2019 vorgestellt. Trotz mehrerer hundert Stellen, die geschaffen worden, erwirtschaftete das Klinikum ein Plus von 5,6 Millionen Euro und ist damit das erfolgreichste Universitätsklinikum in Deutschland.

Das Universitätsklinikum Bonn schließt das Geschäftsjahr 2019 mit einem Plus von 5,6 Millionen Euro ab. Das gab das UKB am Mittwoch in einer Pressekonferenz bekannt. Damit sei das Klinikum unter den 34 Universitätsklinika das Erfolgreichste in Deutschland.

Zum fünften Mal in Folge schließe das UKB somit seinen Jahresabschluss positiv ab. Dies bestätige die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PriceWaterhouseCoupers. „Damit gehört das UKB zu den wenigen Universitätsklinika und Krankenhäusern in Deutschland, die es schaffen, auch unter schwierigen Rahmenbedingungen, einen Überschuss zu erwirtschaften“, teilt Ute-Andrea Ludwig, Pressesprecherin des UKB, mit. Der Überschuss solle in voller Höhe wieder in das Universitätsklinikum reinvestiert werden.

Die Bilanzsumme des Jahres 2019 betrage 1,3 Milliarden Euro. Die Erlöse aus den Leistungen des Krankenhauses betragen 629 Millionen Euro. „Dies bedeutet eine Steigerung von fast zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr“, stellt Ludwig fest. Ursache hierfür sei der deutliche Anstieg der Anzahl der behandelten Patienten sowie die Zunahme der Schwere der Erkrankungen und der Komplexität der Behandlungen. „Im bundesdeutschen Vergleich der 34 Universitätsklinika weist das UKB den zweithöchsten Schweregrad der stationären Behandlungen auf.“ In NRW liege das UKB an der Spitze.

Ein deutlicher Anstieg an Patienten

Im Jahr 2019 hat das UKB mehrere Hundert neue Stellen geschaffen. „Das UKB hat im vergangenen Jahr 272 zusätzliche Vollzeitstellen besetzen können“, sagt Ludwig. „Davon 139 in der Pflege und 39 im Arztdienst, so dass nun mehr als 8000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am UKB sich in der Krankenversorgung, in der Forschung und in der Lehre engagieren.“ Laut den Worten des Ärztlichen Direktors und Vorstandsvorsitzenden des UKB, Professor Wolfgang Holzgreve, gelte besonderer Dank allen Kolleginnen und Kollegen für deren großartigen Einsatz und den gemeinsamen Erfolg.

Grundlage für die Leistungsfähigkeit des UKB seien die national und international anerkannte Expertise der Instituts- und Klinikleitungen, die in den vergangenen Jahren durch eine „hervorragende Zusammenarbeit“ mit der Universität und „erfolgreiche Neuberufungen“ ausgebaut werden konnte. Clemens Platzköster, Kaufmännischer Direktor und Stellvertretender Vorstandvorsitzender hebt hervor, dass sich dieser Erfolg auch in der aktuellen herausfordernden Situation der Covid-19-Pandemie zeige. „Der wissenschaftliche Diskurs zu Ursachen und Strategien der Pandemiebekämpfung sind von gleicher Bedeutung wie die Hochleistungsmedizin, beispielsweise im Intensivbereich, die Erkenntnisse der Forschung aufarbeitet und methodisch die besten Therapieformen entwickelt.“

Pläne für die Zukunft

Das UKB verfolgte weiterhin die Erneuerung und Modernisierung der Infrastruktur. So konnten etwa mit dem Neubau des Eltern-Kind-Zentrum eines der „modernsten Krankenhausgebäude für Geburtshilfe und allen Disziplinen der Kinderheilkunde unter einem Dach vereint werden“. Mit der Fertigstellung des Biomedizinischen Zentrums 2 soll in diesem Sommer ein „hochmoderner Forschungsbau“ in Betrieb genommen werden. „Diese Bauprojekte konnten sowohl im zeit- als auch im Finanzrahmen fertiggestellt werden.“ Ein neues Bildungszentrum für die Pflegeschulen und die Personalentwicklung soll 2021 fertiggestellt werden.

Im Jahr 2023 soll der Neubau der Herzmedizin in Betrieb gehen. Laut der Pressesprecherin handele es sich dabei um eines der leistungsfähigsten interdisziplinären Zentren für Kardiologie und Herzchirurgie. „An dieser Stelle bedankt sich das UKB bei der Landesregierung für die dazu notwendigen Investitionsmittel, auch wenn noch viel zu tun ist, die Gebäudestrukturen weiter zu modernisieren.“ Das UKB verstehe sich mit seiner besonderen Aufgabe der universitären Maximalversorgung als Partner der niedergelassenen Ärzte sowie aller Krankenhäuser und des öffentlichen Gesundheitswesens.