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Stadt lädt zum Bürgerdialog: Die Seilbahn-Pläne für Bonn werden konkreter

Stadt lädt zum Bürgerdialog : Die Seilbahn-Pläne für Bonn werden konkreter

Bonner Umwelt- und Verkehrsverbände befürworten eine Seilbahnverbindung vom Venusberg bis zum UN-Campus.

Neun Umwelt- und Verkehrsverbände sowie eine Anwohnerinitiative sprechen sich für eine Seilbahnverbindung vom Venusberg bis zur neuen DB-Haltestelle UN-Campus mit einer Anbindung der rechte Rheinseite aus.

Die Seilbahn sei schnell realisierbar, sind ADFC, VCD, Anwohnerinitiative Venusberg, AStA, Bonner Verkehrsforum, der Verein Lebenswertes Siebengebirge, BUND, die Bürgeraktion Umweltschutz und der Naturschutzbund Nabu überzeugt.

In einer gemeinsamen Stellungnahme heißt es zu einer Machbarkeitsstudie der Seilbahn, die der Hauptgutachter am 16. Mai im Auftrag der Stadt vorgestellt hatte: „Sie stellt eine sinnvolle und notwendige Ergänzung von Bus und Bahn in Bonn dar und trägt zu einer Verkehrswende bei.“ „Alle Alternativen hätten nicht akzeptable Eingriffe in den grünen Saum rings um den Venusberg zur Folge“, so die Verbände.

Sie bevorzugen – ebenso wie die Gutachter – die „Nordtrasse“, die am Hindenburgplatz vorbeiführen würde. Zugleich fordern sie, dass „die vorgeschlagenen Maßnahmen wie betriebliches Mobilitäts- und Parkraummanagement umgesetzt werden“. Laut Studie wäre dadurch eine höhere Auslastung einer solchen Seilbahn möglich.

Unterdessen lädt die Stadt zur nächsten Bürgerbeteiligungsrunde ein. Der vierte Bürgerdialog zur Seilbahn findet kommenden Donnerstag, 22. Juni, in der Stadthalle Bad Godesberg ab 17 Uhr statt. Ab 17.30 Uhr haben verschiedene Akteure die Möglichkeit, in einer kurzen Präsentation ihre Positionen darzustellen. Um 19.30 Uhr richtet Stadtbaurat Helmut Wiesner das Wort an die Bürger. Daran schließt sich eine Diskussionsrunde an.

Nachdem der Hauptgutachter für die Machbarkeitsstudie seine Ergebnisse vorgestellt hatte, steht nun die Diskussion im Vordergrund. Das Gutachter-Team war zu dem Schluss gekommen, dass eine Seilbahn zu einer Verkehrsentlastung führen wird. Es schlägt eine Trasse über den Hindenburgplatz vor, die das Uniklinikum auf dem Venusberg mit dem neuen DB-Haltepunkt UN Campus verbindet und den Rhein überqueren könnte.