Bilanz der Polizei Bonn Die starke Präsenz zeigt Wirkung

Bonn · An Weiberfastnacht haben die Beamten konsequent durchgegriffen und zwölf Unruhestifter in Gewahrsam genommen. Beim Rettungsdienst war es bis zum Abend relativ ruhig.

 Polizeibeamte beim Beueler Zug.

Polizeibeamte beim Beueler Zug.

Foto: Benjamin Westhoff

Die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl der Jecken standen bei der Beueler Weiberfastnacht an erster Stelle. Es wimmelte nur so vor Polizisten. An vielen Stellen sperrten Feuerwehrfahrzeuge und Mannschaftswagen Zufahrtswege ab – eine Reaktion auf den Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt, wo ein Lkw in die Menge gerast war.

Der Zug und der Rathaussturm in Beuel verliefen friedlich. „Bis 15.30 Uhr lief alles, wie in den Vorjahren, sehr ruhig ab. Dann kam es zu ersten Schlägereien“, berichtete Polizeisprecher Frank Piontek am Donnerstagabend. Die Partys waren da noch nicht zu Ende, so dass er nur vorläufig Bilanz ziehen konnte.

Die Bonner Polizei griff wie angekündigt gegen Unruhestifter durch. Bis 20.15 Uhr wurden im gesamten Zuständigkeitsbereich 51 Platzverweise ausgesprochen. Die Beamten nahmen zwölf Personen in Gewahrsam. „Wer Ärger macht, der geht, oder er geht mit uns“, sagte Piontek. Die Bonner Polizei hatte bereits im Vorfeld 64 Betretungsverbote ausgesprochen. Ein Mann hielt sich nicht daran. Ihn erwartet jetzt ein Zwangsgeld in Höhe von 500 Euro. Bis zum Abend zählte Piontek außerdem zwei Strafanzeigen wegen Körperverletzung, zwei Drogendelikte und fünf Mal Widerstand gegen Polizeibeamte.

Offensichtlich sorgte auch das Wetter dafür, dass es auf den Straßen schnell ruhiger wurde. Sie waren buchstäblich leer gefegt. Regen und heftiger Wind trieb die Jecken vom Beueler Rathausplatz in die Kneipen und Säle. Entsprechend ruhig war es bis zum Abend auch bei der Bonner Feuerwehr und dem Rettungsdienst. Die Leitstelle verzeichnete ein leicht erhöhtes Aufkommen bei den Einsätzen für Notarzt und Sanitäter.

Die Feuerwehr hatte es mit zwei sturmbedingten Einsätzen zu tun, unter anderem stürzte in Muffendorf ein Baum um. Die Beueler Weiber waren schnell genug: Ihnen konnte der Orkan bei ihrem Sturm nichts anhaben.

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