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Weinlese in der Rheinaue: Die Traubenmenge lässt zu wünschen übrig

Weinlese in der Rheinaue : Die Traubenmenge lässt zu wünschen übrig

Die Quantität allein macht's nicht, und so wird sich auch erst in ein paar Wochen herausstellen, ob der Weinjahrgang 2012 der Lage "Bonn-Rheinaue" ein guter werden wird oder nicht. Die Traubenmenge, die Lehrer, Eltern und Ehemalige des Beethoven-Gymnasiums ("Weinkollegium") bei der diesjährigen Lese in ihrem Weinberg zusammenbrachten, war eher bescheiden. Die Stimmung war zweifellos gut.

Anlässlich der Bundesgartenschau 1979 war der Weinberg angelegt und später in die Hände des Gymnasiums übergeben worden. Seitdem pflegen vorwiegend Ehemalige die Reben und kümmern sich um den Stolz des Weinkollegiums. "Es ist immer ein schöner Anlass für alle sich wiederzusehen", freute sich Schulleiterin Renate Giesen.

Dass die Menge der gelesenen Trauben besser sein kann, weiß Christoph Oster. "Bei guten Bedingungen ist ein Ertrag von 200 Litern möglich", so der Winzer. Erstmalig betreut er den Weinberg und wies die Anwesenden in die Technik der Weinlese ein. Nur die Trauben pflücken, die man auch essen würde, war die Devise.

50 große und kleine Helfer zogen mit Körben durch den Wingert. Oster, Betriebsleiter des Steillagenzentrums in Bernkastel, nahm die Trauben mit zu sich an die Mosel. Die vollen Flaschen werden ans Weinkollegium geliefert. "Der Wein ist unverkäuflich", erklärte Renate Giesen. Allerdings werden zehn Prozent versteigert. Der Gewinn kommt der Partnerschule in Peru zugute.