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Umbau und Erweiterung: Dottendorfer Kita-Kinder freuen sich über Rutsche

Umbau und Erweiterung : Dottendorfer Kita-Kinder freuen sich über Rutsche

Die Dottendorfer Kita Mobile setzt auf Nachhaltigkeit und hat ihren Spielhügel umgestaltet. Die Rutsche wurde gedreht, damit sie nicht mehr so oft in der Sonne liegt. Nun sollen weitere Maßnahmen folgen. Dafür hofft die Kita auf Spenden.

Vielleicht verändert der Umstand, dass die breite Rutsche jetzt in eine andere Richtung zeigt, die subjektive Wahrnehmung des Rutscherlebnisses. Oder es ist tatsächlich so, wie Rio sagt: „Die Rutsche ist jetzt schneller.“ Da ist sich der Sechsjährige sicher.  Er besucht bis zu den Sommerferien die Kita der Elterninitiative Mobile in Dottendorf und hat mit den anderen Kindern in den letzten Wochen dabei zugeschaut, wie der Rutschhügel umgestaltet wurde.

Der war vorher schon da, die Rutsche war zum Sandkasten auf dem Außengelände ausgerichtet. Da gab es zwei Probleme: Zum einen fehlte es an Stufen. „Wir sind immer mitten auf den Hügel gerannt, wo Gras war“, erzählt Josie (6). Darunter hat der Bewuchs natürlich auf Dauer gelitten. Zum anderen schien im Sommer die Sonne unbarmherzig auf die Metallfläche. „Das war ganz heiß, da konnte man gar nicht mehr drauf rutschen“, erklärt Till, der am Mittwoch sechs Jahre alt geworden ist. Der Verein hat deshalb beschlossen, sich fachkundige Hilfe von einem Garten- und Landschaftsbauer zu holen und die Situation zu verbessern.

Die Rutsche wurde um rund 90 Grad gegen den Uhrzeigersinn versetzt, sodass sie in Richtung Rhein zeigt. Jetzt wird sie nicht mehr direkt von der Sonne angestrahlt und liegt außerdem nachmittags im Schatten des Ahornbaumes in der Mitte des Geländes. Außerdem bauten die Mitarbeiter hölzerne Stufen ein. Die Kletterwand, die den Kindern bislang immer ein wenig zu steil war, wurde etwas flacher angebracht. Und jetzt wachsen Weidenruten an den Hügelhängen, die irgendwann auch mal Schatten spenden sollen und aus denen man aber auch sehr kreative Dinge bauen kann.

Es gab also eine gewisse praktische Notwendigkeit, aber die Umgestaltung mit Weidenruten ist auch Teil des Nachhaltigkeitskurses der Elterninitiative. Der umfasst einen kleinen insektenfreundlichen Blühstreifen im Eingangsbereich, Beete, in denen die Kinder Obst und Gemüse wachsen sehen, und manche Dinge, die wiederverwertet wurden, etwa ein altes Bettgestell, das Eltern in ein Indoor-Klettergerüst umgewandelt haben. Man beteiligt sich an Programmen wie „Mit dem Rad zur Arbeit“ von der AOK und „Waldkönner“ von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Und die Elterninitiative leistet sich einen eigenen Koch, dem die Kinder auch über die Schulter schauen können.

Die Eltern machen ohnehin viel, berichtet die pädagogische Kita-Leiterin Valerie Kreuter. Es gibt ein Eltern-Hygiene-Amt – Corona lässt grüßen –, ein Feste-Team, eine Garten-AG,  die den Rasen mäht, ein Gebäudemanagement, das kleine Hausmeister-Jobs erledigt, und andere.

Hinzu kommt die finanzielle Unterstützung, aber die hat Grenzen. Und man möchte das Außengelände noch weiter ausbauen: Ein neues, nachhaltiges Klettergerüst und neue Schattenspender sollen her. Eine öffentliche Förderung für die Einrichtung der Elterninitiative, die 2008 entstand und 2014 mit Finanzierung durch die Paul Riegel Stiftung als Grundstückseigentümerin neu gebaut wurde, gibt es nicht. Die Kita ist auf Spenden angewiesen, „um die Ziele, die wir haben, schneller erreichen zu können“, so Kreuter.

Infos auf www.mobile-bonn.de.