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Drogen in Bonn: Zollhund findet 30 Kilo Opium in Nähmaschine versteckt

Drogen in Nähmaschinen versteckt : Zollhund findet 30 Kilogramm Opium in Bonn

Fahnder des Zolls habe in Bonn einen international agierenden Drogenring enttarnt. Als sie Güter aus dem Irak kontrollierten, spürte ein Hund die Drogen auf, die in den Böden von 12 Nähmaschinen versteckt waren.

Der Zollfahndung Essen ist Anfang Juli in Bonn ein Schlag gegen den internationalen Opium-Schmuggel gelungen. Wie erst jetzt bekannt wurde, beschlagnahmten Zöllner bei der Einfuhrkontrolle einer Ladung Sammelgut aus dem Irak knapp 30 Kilogramm Rohopium. Die Kontrolle fand am 2. Juli beim Zollamt Bonn statt.

Zuvor hatte der Zoll im Rahmen des polizeilichen Informationsaustauschs den Hinweis bekommen, dass sich in dem Lastwagen verstecktes Rauschgift befinden soll. „Vor Ort wurde der Zollhund Finch eingesetzt“, erklärte Heike Sennewald vom Zollfahndungsamt Essen dem GA.

Die Beamten ließen durch den Rauschgiftspürhund die Ladung kontrollieren. Fündig wurde er bei einer Teilladung, die aus Nähmaschinen bestand. „Im Boden einer Nähmaschine fanden wir etwa 2,7 Kilogramm Rohopium“, so Sennewald. Das Rauschgift war außerdem in elf weiteren Nähmaschinen versteckt – insgesamt kamen rund 30 Kilogramm zusammen.

Bei den Entladearbeiten wurden die Zollbeamten vom Bonner Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) unterstützt, auf deren Gelände fanden die Untersuchungen auch statt. „Das Zollfahndungsamt Essen forderte im Rahmen der Amtshilfe unsere Unterstützung an“, berichtet Sebastian Vogler vom THW-Landesverband. Grundlage für die Unterstützung sei das THW-Gesetz, dass auch die Unterstützung von Stellen vorsieht, die für die Gefahrenabwehr zuständig sind. Zwölf THW-Kräfte unterstützten mit schwerem Gerät die Maßnahmen des Zolls. Das THW werde regelmäßig für solche Einsätze aktiviert, erklärt Vogler weiter.

Bereits vier Tage nach dem Drogenfund konnte der Zoll den mutmaßlichen Empfänger, einen 45-jährigen Deutsch-Iraner bei der versuchten Abholung der Nähmaschinen in Köln festnehmen. Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung stellten die Beamten neun Gramm Opium und insgesamt 9600 Euro sicher. Den Wert des Opiums beziffert der Zoll auf insgesamt 400.000 Euro. Der Beschuldigte befindet sich in Untersuchungshaft, die weiteren Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt im Auftrag der Bonner Staatsanwaltschaft weiter.