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E-Scooter in Bonn und Köln: Mehr verletzte Fahrer unter Alkoholeinfluss

Polizei Köln zieht Bilanz : Mehr verletzte E-Scooter-Fahrer unter Alkoholeinfluss

Immer wieder registriert die Polizei Unfälle von E-Scooter-Fahrern unter dem Einfluss von Alkohol und anderen Drogen. Während die Beamten in Köln eine traurige Bilanz ziehen, erwischte die Polizei in Bonn bei Kontrollen erneut alkoholisierte Fahrer.

Bei einer Verkehrskontrolle in der Nacht zu Montag kontrollierten die Beamten der Polizeiwache Ramersdorf 40 Verkehrsteilnehmer an der Kennedybrücke. Laut Aussagen der Polizei wurden bei drei E-Scooter-Fahrern Ordnungswidrigkeiten festgestellt. Zwei Fahrer fielen mit einem zu hohen Alkoholwert auf, der mit 0,4 Promille über der erlaubten Grenze für Fahranfänger und mit 0,9 über der generell erlaubten Promillegrenze von 0,5 lag. Ein Scooterfahrer fiel mit einem positiven Drogenschnelltest auf. Er soll unter dem Einfluss von Cannabis gestanden haben.

Viele Unfälle mit betrunkenen Scooterfahrern in Köln

Auch in Köln ermittelt die Polizei immer wieder im Zusammenhang mit E-Scooter-Fahrten. Allein am Wochenende haben die Beamten sechs schwer sowie zehn leicht verletzte Scooterfahrer registriert, die bei Unfällen zu Schaden kamen. Fünf Fahrer erlitten schwere Kopfverletzungen, ein 43-jähriger Mann aus Essen liegt mit Hirnblutungen auf der Intensivstation, eine 49-jährige Kölnerin erlitt erhebliche innere Verletzungen. Bei allen fünf Schwerverletzten war Alkohol im Spiel.

"Die Unfälle vom Wochenende spiegeln das desaströse und enthemmte Verhalten derer wider, die alkoholisiert, zu zweit oder sogar zu dritt und entgegen aller Regeln mit E-Scootern auf den Straßen, Rad- und Gehwegen unterwegs sind", teilte der leitende Polizeidirektor Martin Lotz mit und wies darauf hin, dass die Einsatzzahlen nach den Lockerungen deutlich über dem Vergleichszeitraum aus 2019 liegen.

Im Mai zählte die Polizei Köln 43 Verkehrsunfälle mit beteiligten E-Scootern. Im Juni sind es laut Auskunft der Beamten bereits 69, bei denen 43 Fahrer bei Unfällen mit E-Scootern Verletzungen erlitten. In zehn Fällen mussten die Verletzten stationär in Krankenhäusern behandelt werden, bei 18 Scooterunfällen standen die Fahrer unter dem Einfluss von Alkohol.

Polizeidirektor Gereon Eich sieht sofortigen Handlungsbedarf: "Was sich an diesem unfallträchtigen Wochenende in Köln und Leverkusen ereignet hat, ist nicht akzeptabel. Dabei dürfte die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle mit verletzten Personen noch höher liegen, denn wir haben nur die Fälle aufgeführt, zu denen wir auch gerufen wurden, weil Menschen verletzt neben ihrem E-Scooter lagen." Er kündigt für die kommenden Wochen Kontrollen an.

(ga)