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Bonner Wetter: Ein heißer Sommer

Bonner Wetter : Ein heißer Sommer

Der Sommer 2016 wird als heißer Sommer in die Annalen der Bonner Wetterfrösche eingehen. Alle drei Monate waren zu warm.

Das ergibt sich aus den Aufzeichnungen und den Daten des meteorologischen Institutes der Uni Bonn. Seit 1895 sind die Bonner Sommer um 0,9 Grad Celsius wärmer geworden.

Das Temperaturmittel in Bonn lag im gesamten Sommer 2016 bei 19,5 Grad Celsius (2015: 19,8 Grad). Es war damit gegenüber dem langjährigen Mittel um 1,7 Grad Celsius zu warm und schaffte damit den neunten Platz unter allen Sommern seit 1895. Nur zwei der Sommer (2000 und 2004) in den vergangenen zwanzig Jahren lagen unter dem langjährigen Mittel.

Alle Jahreszeiten 2015 lagen bislang über dem langjährigen Mittel. In diesem Jahr blieb nur der März bislang zu kühl. Ein stabiles Hoch konnte sich aber den ganzen Sommer nicht bilden. Der wärmste Sommer ist nach wie vor der des Jahres 1947, gefolgt vom Jahr 2003. Der kühlste Sommer liegt auch schon 60 Jahre zurück (1956).

Die höchste Temperatur des Sommers und damit des Jahres wurde am 22. Juli mit 37 Grad gemessen. Der kühlste Tag des Sommers 2016 war der 11. August mit 7,9 Grad Celsius. Insgesamt wurden elf (2015: 18) heiße Tage (Höchstwert über 30 Grad) und 38 (2015: 51) Sommertage (Maximum über 25 Grad) registriert. Im vorigen Sommer wurden maximal 38 Grad im Juli und minimal acht Grad im Juni gemessen.

Zudem mussten die Bonner in drei Tropennächten (Minimum mehr als 20 Grad Celsius) nachts schwitzen. 2015 gab es mit zehn Tropennächten sieben mehr. Im Sommer 2016 war nur der Juni erheblich zu nass, insgesamt fielen 257 Liter pro Quadratmeter.

Den Vogel schoss dabei der Juni ab, wo über die Wochen 160 Liter je Quadratmeter gemessen wurden. Zugleich landete der Sommer 2016 damit auf Platz 33 der 168-jährigen Niederschlagshistorie der Stadt. Den nassesten Sommer gab es bislang 2007 mit 434 Litern je Quadratmeter, gefolgt vom Sommer 2014.

An 44 Tagen regnete es, darunter waren neun Starkregentage. Insgesamt fielen 257 Liter, das sind 114 Prozent des Bonner Sommersolls. Normal wären in Bonn also 225 Liter im Sommer. Am 1. Juni wurden 48 Liter (ein Sechstel des Sommerregens) gemessen, zugleich das Tagesmaximum 2016. Der Sommer 2015 war noch nasser, 343 Liter Niederschlag fielen in 53 Tagen.

Das im Sommer übliche Soll an Sonnenschein von 578 Stunden wurde in Bonn diesmal nur um sieben Stunden verfehlt (571 Stunden, 99 Prozent). 2015 schien die Sonne 128 Stunden länger. Am längsten schien die Sonne im August mit 232 Stunden.