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Familienbildungsstätte: Ein Koffer für das Leben

Familienbildungsstätte : Ein Koffer für das Leben

Was ist für ein Kind wirklich wichtig im Leben? Wie verändert sich die Bedeutung einzelner Dinge für eine Person im Verlauf des Lebens? Die Katholische Familienbildungsstätte möchte Eltern dazu anregen, über Fragen wie diese nachzudenken und hat dazu das Projekt "Ein Koffer für das Leben" ins Leben gerufen.

Dabei werden Mütter und Väter animiert, einen kleinen Koffer mit Gegenständen zu packen, die - durchaus symbolhaft - ihre Wünsche für ihr eigenes Kind reflektieren.

Bei der Auftaktveranstaltung der Aktion konnte die Familienbildungsstätte am Montag TV-Moderatorin Shary Reeves und Andreas Heydweiller, Kinderchirurg an der Uniklinik Bonn, begrüßen, die den Startschuss für das Projekt gaben. Beim Packen ihres Koffers wählten sie aus Dutzenden Gegenständen diejenigen aus, die für sie von größter Bedeutung sind.

"Ich verpacke gerade das Thema Sicherheit", erklärte Reeves und legte unter anderem einen Helm in ihren ersten Koffer. Als Nächstes packte sie einen Freizeitkoffer mit Schnorcheln, Sonnenblumen und Strandschuhen: "Ein Familienurlaub ist sehr wichtig, weil er die Familie zusammenhält und man oft zu wenig Zeit mit seinen Lieben verbringt."

Mit vielen symbolträchtigen Objekten packte Heydweiller seinen Koffer: Neben einem Moosbett für die Erdung, einem Apfel, der den Hunger stillen soll, und Rosenblättern für die Liebe legte er einen Schlüssel in seinen Koffer: "Der steht für Wissen und Neugier." Die Sonnenbrille habe er als Zusatz für viel Spaß im Leben hinzugefügt.

Nachdem Reeves und Heydweiller die Aktion gestartet hatten, wurde diese von Müttern und Vätern, die die Familienbildungsstätte regelmäßig besuchen, fortgesetzt. "Es ist schön, wenn Eltern in unserem Haus über die Wünsche für ihre Kinder nachdenken", freute sich Einrichtungsleiterin Martina Deutsch.

Auf die Idee des Projekts kam die Familienbildungsstätte durch die Wanderausstellung "Ein Koffer für die letzte Reise" des Bestattungsunternehmens Pütz-Rath: "Das war eine sehr inspirierende Ausstellung, die uns sehr beeindruckt hat", berichtete Deutsch. Daraufhin habe man beschlossen, die Idee auf die Familienbildungsstätte zu übertragen.

Noch bis Freitag können Mütter und Väter ihre eigenen Koffer im Saal der Familienbildungsstätte packen. Einige Koffer werden bis zum 27. März exemplarisch in der Einrichtung ausgestellt. Zudem wird eine Fotoausstellung das Projekt dokumentieren.

Themenabende

Anlässlich der Ausstellung lädt die Familienbildungsstätte, Lennéstraße 5, zu begleitenden Veranstaltungen ein. Morgen besucht der spirituelle Begleiter Pierre Stutz die Einrichtung und stellt ab 19.30 Uhr "Sieben Schritte zu mehr Lebendigkeit" vor. Am 18. März kommt die Autorin Gisa Klönne und liest ab 20 Uhr aus ihrem Buch "Das Lied der Stare nach dem Frost". Peter Conzen von der Caritas spricht am 24. März ab 20 Uhr über "Typische Probleme in Partnerschaft, Erziehung und Familie".