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Haribo-Projekt im Grafschafter Innovationspark: Eine neue Abfahrt an der A61

Haribo-Projekt im Grafschafter Innovationspark : Eine neue Abfahrt an der A61

Die Ansiedlung des Bonner Süßwarenherstellers Haribo auf der Grafschaft wirft ihre Schatten voraus. Am Donnerstagabend wurden im Gemeinderat im Ringener Rathaus die Weichen für die Erschließung des vorgesehenen 27 Hektar großen Geländes im Innovationspark gestellt.

Das derzeitige Bonner Haribo-Gelände ist knapp zwei Hektar groß. Haribo wird auf der Grafschaft eine zusätzliche Produktionsstätte mit sechs Produktionsstraßen, ein riesiges Lager, Verwaltungsgebäude sowie ein "Haribo-Museum" nebst einer "Haribo-Erlebniswelt" errichten. Geschätztes Investitionsvolumen: mehr als 500 Millionen Euro.

Das Bonner Unternehmen möchte seine konkreten Pläne Anfang Juli vorstellen. Nach Informationen des General-Anzeigers will der Gummibärchen-Hersteller bereits Ende 2015 die Produktion auf der Grafschaft aufnehmen. Bis dahin hat die Gemeinde jedoch noch einiges an Arbeit vor sich. An der Autobahn 61 soll im Zuge der Haribo-Ansiedlung eine weitere Auf- und Abfahrt entstehen.

Dies zur Kreisstraße 34 hin, die Vettelhoven und Eckendorf miteinander verbindet. Mit der Anbindung des Innovationsparks an diese Kreisstraße sollen auch die westlich gelegenen Ortsteile der Grafschaft mit dem Innovationspark und dem Haribo-Gelände verbunden werden. Damit soll zudem eine Ableitungsmöglichkeit bei Staus auf der A 61 zwischen dem Meckenheimer Kreuz und der Ahrtalbrücke gegeben sein.

Ferner soll südlich des Innovationsparks ein Parkplatz mit sanitären Einrichtungen für einhundert Lkw gebaut werden. Außerdem in Planung: ein Regenrückhaltebecken. Im Innovationspark selbst wird es neue Straßenverläufe geben, die zu Haribo hin- und wegführen.

Alleine für notwendige Terrassierungsarbeiten für das leicht hängige Grundstück sind 6,8 Millionen Euro vorgesehen, 1,5 Millionen wird das Regenrückhaltebecken kosten, drei Millionen Euro der Straßenbau. Für all das gibt es kräftige Zuschüsse vom Land und der EU. Bis Januar 2015 will die Gemeinde ihren Part erbracht haben und das "fertige" Grundstück an Haribo übergeben. Gleich danach kann der Lakritzhersteller mit dem Bau des neuen Firmensitzes beginnen. Anvisierte Bauzeit: ein Jahr.