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GA-Aktion: Eislauf-Training am Alten Zoll

GA-Aktion : Eislauf-Training am Alten Zoll

Die GA-Aktion auf der Bonner Eisbahn kommt sehr gut an. Nach einem schwachem Saisonstart läuft der Betrieb jetzt rund.

Zwei Mal hat Alexander den Eislaufkursus des General-Anzeigers auf der Eisbahn schon mitgemacht. Das mit dem Bremsen hat der Elfjährige noch nicht so richtig drauf. "Ich kann nur ziemlich gut Schwung nehmen und dann hinfliegen", sagte er vergnügt. Er war einer von vielen Bonnern, die sich für den Fortgeschrittenenkursus bei der gestrigen GA-Aktion angemeldet hatten - für ihn der dritte. Danach musste es mit dem Abbremsen einfach klappen.

Die Kurse waren schon im Vorfeld gut gebucht und gestern laut Eisbahnbetreiber Otmar Kaiser letzten Endes ausverkauft. Erstmals wurde die Aktion nicht am Saisonende, sondern zu Beginn durchgeführt, eine Reaktion auf das Bedauern einiger Teilnehmer, dass die Bahn, kurz nachdem sie das Eislaufen gelernt hatten, bereits wieder abgebaut wurde. Jetzt können sie das, was sie gelernt haben, auf der Bahn weiter üben.

Während ihr Mann die Anfänger betreute, erklärte Lehrerin Isabella Grafschaft den Fortgeschrittenen, also denen, die schon vorwärts fahren konnten, wie man bremst und rückwärts fährt. Auch kleine Tricks wie Drehungen zeigte sie einigen besonders guten Fahrern. Zum Beispiel einer Balletttänzerin, die sich auf dem Eis so sicher bewegte, dass sie auch die Pirouette schon hinbekam.

Überwiegend waren Kinder in den Kursen, aber auch einige Erwachsene wollten noch etwas lernen. Die seien ein bisschen disziplinierter, sagte Grafschaft. Dafür hätten die Kinder mehr Freude am Ausprobieren. "Die stört es auch nicht, wenn sie dauernd hinfallen." Sarah (8) machte sich einen Spaß daraus, beinahe hinzufallen, sich dann aber doch noch zu fangen. Ihr gefalle Eislaufen, "weil man Bewegung hat". Sie war zum dritten Mal auf der Bahn und stand schon recht sicher auf den Kufen.

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Denise hatte zum ersten Mal Eislaufschuhe an den Füßen. "Ich bin ein totaler Anfänger", sagte die Siebenjährige. "Ich kann aber schon Inliner fahren." Das helfe allerdings nicht beim Bremsen.

Die Bahn ist in diesem Jahr mit rund 1300 Quadratmetern größer als früher ausgefallen. "Wir hatten einen zu kleinen überdachten Bereich", so Kaiser. Unter diesem drängten sich bei Regen die Besucher, was nicht sehr gemütlich war. Jetzt ist das Zelt größer, und man hat einen zusätzlichen Eisbereich mit Pavillons überdacht, so dass nur etwa 150 Quadratmeter der Bahn unter freiem Himmel liegen.

Ein Bereich ist allerdings noch nicht zugänglich: In Richtung Rhein wurde eine schmale Bahn geschaffen, die aus dem Zelt heraus und in einem Bogen wieder hinein führt. Obwohl laut Kaiser Mitarbeiter die letzten Nächte daran gearbeitet hatten, war das Eis gestern noch nicht befahrbar. Es sei einfach zu warm gewesen, sagte der Betreiber.

Aus genau diesem Grund liefen die ersten Tage seit Eröffnung am 12. November nicht so gut. Neben den ungewöhnlich warmen Temperaturen habe auch der Sturm die Leute vom Eislaufen abgehalten. "Heute ist erstmals vernünftiges Wetter", sagte Kaiser gestern. Das bedeutet: Wenn es ohnehin kalt ist, gehen die Bonner auch gerne aufs Eis. "Die erste Woche war sozusagen zum Einlaufen", so Kaiser, "jetzt geht es richtig los." Gestern war die Bahn jedenfalls sehr gut besucht.