Siegufer, Melbtal, Rodderberg und mehr Hier kann man in Bonn die sommerlichen Temperaturen genießen

Bonn · Mit dem Mai häuft sich auch die Zahl der Tage mit warmen Temperaturen und viel Sonne. Die Lokalredaktion gibt Tipps, wo man in Bonn die Sonnenstunden verbringen kann, ohne lange Anfahrt und Anmeldung.

Der Biergarten am Parkrestaurant Rheinaue ist aufgebaut, am 1. Mai wird geöffnet.

Der Biergarten am Parkrestaurant Rheinaue ist aufgebaut, am 1. Mai wird geöffnet.

Foto: Benjamin Westhoff

Es ist Zeit für Ausflüge vor der Haustür: Die Lokalredaktion Bonn verrät ihre zehn Lieblingsplätze bei frühsommerlichem Wetter.

Biergarten am Parkrestaurant Rheinaue: Das erste Getränk unter freiem Himmel bei sommerlichen Temperaturen ist doch das Beste. Allerdings muss es den Ort geben, an dem die ganze Familie glücklich ist. Der Nachwuchs, weil es genug zu tun gibt. Die Eltern, weil sie sich – ohne die gelangweilten Kinder bespaßen zu müssen – entspannt unterhalten können. Diesen Ort gibt es in Bonn: den Biergarten am Parkrestaurant Rheinaue. Der bietet nämlich nicht nur eine kulinarische Auswahl. In unmittelbarer Nähe befinden sich außerdem Spielplatz und Rheinauensee. Ayla Jacob

Die Kennedybrücke, hier beim Bonn-Marathon, verbindet die innenstadt mit Beuel. Man kann die Brückenrunde nicht nur gehen, sondern auch joggen.

Die Kennedybrücke, hier beim Bonn-Marathon, verbindet die innenstadt mit Beuel. Man kann die Brückenrunde nicht nur gehen, sondern auch joggen.

Foto: Benjamin Westhoff

Die Brückenrunde: Ein schönes Überbleibsel der Corona-Zeit sind die langen Spaziergänge. Besonders viele absichtsvolle Flaneure trifft man auf der Brückenrunde. Über die Bonner Brücken und am Rhein entlang ist Spazieren am schönsten: weitläufig, grün und abwechslungsreich. Am Rhein entlang geht‘s über die Nordbrücke auf die Sonnenseite. Der Rheindamm führt Richtung Kennedybrücke. Wer viel Kondition mitbringt, nimmt auch die Südbrücke und die Rheinaue mit. Einkehrmöglichkeiten am Wegesrand sind ausreichend vorhanden. Sascha Stienen

Der Minigolfplatz im Marienforster Tal läd zu einer Runde Sport ein.

Der Minigolfplatz im Marienforster Tal läd zu einer Runde Sport ein.

Foto: Niklas Schröder

Minigolf im schattigen Tal: Das Marienforster Tal in Bad Godesberg bietet einen klassischen Minigolfplatz ohne viel Schnickschnack. Durch die alten Bäume ist er schön schattig, sodass man nicht vorgebräunt in die Saison starten muss. Wenn die Freibäder geöffnet sind, nutzen wir den Minigolfplatz auch gerne zum Abschluss eines kleinen Triathlons. Erst Schwimmen im Rüngsdorfer Freibad, dann eine kleine Radtour und zum Abschluss eine Runde Minigolf. Wer im Anschluss noch einen Imbiss braucht, wird in der Bad Godesberger Innenstadt sicher fündig. Bettina Köhl

Wohl mit eine der schönsten Aussichten aufs Siebengebirge bietet der Heinrichsblick auf dem Rodderberg.

Wohl mit eine der schönsten Aussichten aufs Siebengebirge bietet der Heinrichsblick auf dem Rodderberg.

Foto: Alfred Schmelzeisen

Spazierengehen auf dem Rodderberg: Das Naturschutzgebiet hat fußläufig so viel zu bieten, dass es zu mehreren Lieblingsplätzen reicht. Blick auf den Kratervulkan, unzählige Blumen und Gräser, Pferde, eine alte Wasserburg und den Rolandsbogen nebenan. Doch am bekanntesten ist diese so ganz andere Landschaft für ihren spektakulären Ausblick aufs Siebengebirge mit Drachenfels, Schloss Drachenburg, Petersberg und das Rheintal. Vor allem am Heinrichsblick an der Vulkanstraße, wo Spaziergänger das alles gemütlich im Sitzen erleben. Da vergisst man schnell, dass es sich laut Chroniken um den ehemaligen Richtplatz von Mehlem handelt. Richard Bongartz

Der neue Spileplatz Auf dem Hügel ist noch ein Geheimtipp.

Der neue Spileplatz Auf dem Hügel ist noch ein Geheimtipp.

Foto: Benjamin Westhoff

Der nagelneue Spielplatz: Unter Familien gilt er noch als Geheimtipp – der Spielplatz in Endenich an der Straße Auf dem Hügel, oberhalb der neuen Wohnsiedlung Westside gelegen. Der etwa 2150 Quadratmeter große Platz hält viele Spielangebote für Kinder und Jugendliche bereit. Es gibt Klettergerüste, Rutschen und Schaukelschlangen, die von mehreren Kindern gleichzeitig genutzt werden können. Ein Spielbereich ist für die Kleinsten reserviert. Für Jugendliche gibt es einen Bolzplatz mit Fußballtoren und einem Basketballkorb sowie einer Tischtennisplatte. Vorher oder nachher geht es zum Meßdorfer Feld, das nur einen Steinwurf entfernt liegt. Ein beliebtes Naherholungsgebiet, wo man prima Fahrradfahren oder mit Inlinern und Rollern unterwegs sein kann. Lisa Inhoffen

Egal ob mit dem Rad oder zu Fuß: Die Rheinfähre Godesberg an der Bastei ist Startpunkt für die Zwei-Fähren-Runde.

Egal ob mit dem Rad oder zu Fuß: Die Rheinfähre Godesberg an der Bastei ist Startpunkt für die Zwei-Fähren-Runde.

Foto: Petra Reuter

Die Zwei-Fähren-Runde: Wer im Bonner Süden unterwegs sein möchte, kann bei der Zwei-Fähren-Runde die Rheinseiten wechseln. Ein Start ist überall zwischen Godesberger Bastei und Mehlem oder am Königswinterer Rheinufer möglich, die Runde ist insgesamt rund 5,5 Kilometer lang. Wer an der Bastei startet, fährt mit der Rheinfähre Godesberg nach Niederdollendorf (letzte Überfahrt 21 Uhr), dann geht es immer am Rhein entlang nach Süden. In Königswinter kann man einen Abstecher in die Innenstadt machen und in einer der beiden guten Eisdielen oder im Kaufmannsladen einkehren. Mit der Rheinfähre Königswinter (bis 21.45 Uhr) geht es dann nach Mehlem und zu Fuß am Rhein entlang wieder nach Norden. Bettina Köhl

Das schöne Wetter lädt zum Eisessen ein.

Das schöne Wetter lädt zum Eisessen ein.

Foto: Benjamin Westhoff

Eisessen im Süden: Bei warmen Temperaturen sollte man dorthin gehen, wo es leckeres Eis gibt. In Bonn liegt ein guter Ort dafür passenderweise in der Südstadt. Bei La Sorbettiera an der Weberstraße versprechen Sorten wie „Limone de Sicilia“ oder „Perla del Sud“ (mit Mandel und Pistazie) ein Gefühl von Urlaub und ein Geschmackserlebnis. Passend zum südlichen Flair sollten Gäste bei gutem Wetter etwas Geduld mitbringen, da sich vor der Eisdiele gerne mal Schlangen bilden. Mit dem Eis in der Hand lässt es sich dann schön durch die Südstadt schlendern: Dort kann man ganz wunderbar Gründerzeit-Häuser anschmachten, einen Kaffee trinken oder noch einen Abstecher zum Rhein machen. Christine Ludewig

Grüne Oase am Rhein: der Panoramapark Rüngsdorf.

Grüne Oase am Rhein: der Panoramapark Rüngsdorf.

Foto: Carla Moreno

Sport im Panoramapark: Der grüne Platz am Rhein in Rüngsdorf bietet viel für Hunde und Kinder. Der Spielplatz ist modern und richtig groß, Sportler nutzen die Laufbahn, Boulefreunde werfen ihre Kugeln. Andere lassen lieber von Bänken aus den Blick über den Rhein schweifen. Hunger und oder eine Erfrischung? Restaurants und eine Pommesbude freuen sich auf Kundschaft. Familien setzen sich aufs Gras und picknicken. Besonders schön: Die Bäume blühen gerade, die Gänseblümchen sprießen. Vielleicht kommt ja irgendwann auch mal ein Eiswagen vorbei. Carla Moreno

Spaziergänger lauschen dem Froschkonzert im Poppelsdorfer Weiher und versuchen, die Frösche auf den Seerosenblättern zu fotografieren.

Spaziergänger lauschen dem Froschkonzert im Poppelsdorfer Weiher und versuchen, die Frösche auf den Seerosenblättern zu fotografieren.

Foto: Jonas Dirker

Ein Ausflug nach Poppelsdorf: Schlendern über die Poppelsdorfer Allee, ein Picknick auf der Wiese am Schloss oder Lesen im Botanischen Garten der Universität Bonn. Sommersonne lassen sich hier nicht nur die Schildkröten gefallen, die nach der Weiher-Sanierung wieder dort ausgesetzt wurden. Poppelsdorf lädt bei warmen Temperaturen einfach zum Verweilen ein. Die feiertägliche Gemütlichkeit ist dort besonders zu spüren: Entschleunigung inmitten von Grün. Für alle, die den Botanischen Garten noch näher kennenlernen möchten, bietet die Universität Führungen, auch an Feiertagen wie dem 1. Mai. Haupteingang zum Botanischen Garten ist das Nees-Café. Alessandra Fahl

Am Siegufer ist es auch bei warmen Temperaturen angenehm.

Am Siegufer ist es auch bei warmen Temperaturen angenehm.

Foto: Holger Arndt

Am Siegufer das Leben genießen: Für Urlaubsgefühle muss man gar nicht weit fahren. Es reicht ein Fahrrad, und schon ist man an der Siegmündung in Beuel. Wasserplätschern, ein Getränk und ein schönes Buch machen die Idylle komplett. Hier lassen sich warme Temperaturen unter den schattigen Bäumen besonders gut aushalten. Wer allerdings ein Picknick plant, sollte beachten, dass die komplette Sieg und ihre Auen unter Naturschutz stehen und Erholungssuchende auf den Wegen bleiben müssen. Wer Rücksicht auf die Natur nimmt, kann aber die Wochenenden und der Sommer auch hier in vollen Zügen genießen. Maike Velden

Keine Abkühlung möglich: Im Dornröschenschlaf liegt das geschlossene Melbbad.

Keine Abkühlung möglich: Im Dornröschenschlaf liegt das geschlossene Melbbad.

Foto: Benjamin Westhoff

Verwunschenes Melbtal: Der kürzeste Weg aus Poppelsdorf hinein ins Grüne, fort von Teerstraßen und Ampelblinken, führt in das Bonner Melbtal. Vorbei am unwirklichen Anblick des brach liegenden Melbbads, in dem noch immer ein kleiner Elefant das entwässerte Kinderbecken bewacht, führt der Pfad, das Rinnsal des Engelsbachs kreuzend, über zahlreiche kleine Holzbrücken hinauf in Richtung Kottenforst. Mit Anschlussmöglichkeiten für eine Tour zum Wildgehege Waldau, dem Venus- oder Kreuzberg bietet das Tal den idealen Ausgangspunkt für die kleine Stadtflucht am Sonn- oder Feiertag. Jonas Dirker

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