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Auerberger Mitte: Erdaushub für die letzte Bebauung hat begonnen

Auerberger Mitte : Erdaushub für die letzte Bebauung hat begonnen

Diesmal soll es wirklich klappen: Die Auerberger Mitte wird vollständig, und der leere Acker rechts neben Lebensmittelgeschäften verschwindet. Lange, sehr lange hat es gedauert, bis sich nun an der Pariser Straße etwas tut.

So wird dann auch die Stadtbibliothek Graurheindorf dort ihr neues Zuhause finden, wie es schon seit Jahren geplant ist. Nun hat der Erdaushub für die Baugrube begonnen.

Die Schmeing-Baugruppe mit ihrer Bau GmbH als Generalunternehmer und Management GmbH als Projektsteuerer hatte das 10 500 Quadratmeter große Grundstück im Dezember 2013 von der LEG gekauft und plant dort nun 112 Wohnungen samt Einzelhandel im Untergeschoss.

Neben der Bücherei sollen das Bekleidungsgeschäft "Ernsting's family" und die Drogerie Rossmann einziehen. "Es gibt Gespräche über Gastronomie sowie vielleicht einen Kiosk, eine Bank oder eine Post", sagt Bauherr Carsten Pangert, Geschäftsführer von Schmeing Management.

Im Gegensatz zu früheren Planungen gibt es laut Pangert nun weniger Einzelhandel und keinen weiteren Discounter. Auch die Zahl der Stellplätze habe sich zugunsten eines angenehmen Wohnkonzepts reduziert. So wird es nun 115 Tiefgaragenplätze geben. Gedacht ist auch an einen großen begrünten Innenhof.

Einige Auerberger werden sich noch gut an das komplett leere Grundstück an der Pariser Straße erinnern. Der Wunsch nach einem eigenen Zentrum besteht seit 1988. Bis 2003 hatte es dann gedauert, dass die Planungen begannen. Dabei saßen die Firma "terrana" als Bauentwickler, die Stadt und Rewe in einem Boot.

Die Handelskette sprang zwischenzeitlich ab, bis die Genehmigung da war, dass sie dort selbst neben dem Vollsortimenter auch einen Discounter eröffnen durfte. Bis zur Eröffnung der Läden 2008 unter dem Namen Neue Mitte mussten die Auerberger zum Einkaufen mindestens bis zur Kölnstraße gehen. An der Pariser Straße wurden 120 Parkplätze eingerichtet und Wohnungen gebaut.

Das Grundstück, wo jetzt die Bagger arbeiten, ist laut Pangert schon einmal verkauft gewesen. Damals sei geplant gewesen, die Hälfte mit Gewerbe zu bestücken. Doch es fehlten die Interessenten, und alles sei zurück an die LEG gegangen.

Die Schmeing-Baugruppe erwartet in den nächsten Wochen nun auf die Genehmigung für die Hochbauten. "Wir haben eine unheimliche Unterstützung vom Bauordnungsamt", sagt Pangert. Im Herbst 2015 soll alles fertig sein.