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Pantheon in Bonn: Erfolgreiche Premiere für "Talk im Casino"

Pantheon in Bonn : Erfolgreiche Premiere für "Talk im Casino"

"Talk im Stiefel" heißt jetzt "Talk im Casino", und auch sonst ändert sich einiges: Erstmals auf der neuen Bühne im Pantheon-Casino begrüßte Moderator Wolfgang Zimmer nach langer Pause am Montagabend wieder drei Gäste zu seiner Bonner Talk-Runde.

Den Anfang machten Wolfgang Grießl, Präsident der Industrie und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg, und Fernsehmoderator Ralf Henscheidt. Schauspielerin Heide Keller, die ebenfalls eingeladen war, musste kurzfristig absagen. Für sie sprang Kabarettistin Anka Zink ein.

Es ist ein bewusster Neustart nicht nur in neuer Umgebung, sondern auch in neuer Gesprächsatmosphäre, den Zimmer nach monatelanger Pause, im Pantheon-Casino unternimmt. Ein bisschen unsicher sei er gewesen, ob seine Talk-Runde in den kabarettistisch-komödiantischen Rahmen des Pantheons passen würde, gab er zu. "Ich kann zwar auch lustig sein", ließ der Journalist wissen, "aber manchmal geht es eben auch sehr ernst zu."

Doch das Angebot Rainer Pauses mit der Reihe auf die neue Kleinkunstbühne "Pantheon Casino" zu ziehen, hatte ihn letztlich überzeugt. Auch bei den Zuschauern scheint die Talk-Runde nach wie vor Anklang zu finden, obwohl sie jetzt anders als früher Eintritt kostet. Jedenfalls blieben nur wenige Stühle frei. Tatsächlich bietet der neue Ort eine sehr viel intimere Stimmung als die Gaststätte "Im Stiefel".

Der Saal im Keller des Bonn-Centers wirkt mit seinen nackten Steinwänden, als könne nichts, was hier gesprochen wird, an die Außenwelt dringen. Auf den niedrigen Balkonplätzen sitzen die Zuschauer zudem nah an den Talk-Gästen, deren Geschichten die ungeteilte Aufmerksamkeit gilt.

Dass das Pantheon-Casino der geeignete Ort für persönliche Einblicke sein kann, bewies Zimmer bei der Premiere. So entlockte er Grießl zum Beispiel, dass der während seiner Studentenzeit in Bonn nebenbei die Kneipe "Kaktus" führte. Ralf Henscheidt verriet, dass er sich erst seine langen Haare abschneiden musste, um den Job als Moderator der WDR-Lokalzeit Bonn zu bekommen.

Außerdem plane er ein Buch, in dem er über seine Adoption eines Kindes aus Laos berichten möchte. Und von Anka Zink erfuhr das Publikum, wie sie damals zum Springmaus-Theater kam: "Ich hatte Personalwesen studiert, und Bill Mockridge brauchte wohl wenigstens Eine, die 'ne Abrechnung machen konnte."