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Ermekeilkaserne in Bonn: Mutter nach Geburt positiv auf Corona getestet

Ermekeilkaserne : Mutter nach Geburt in Bonn positiv auf Coronavirus getestet

Am vergangenen Montag hat eine Bewohnerin der Flüchtlingsunterkunft in der Ermekeilkaserne ihr Kind im Marienhospital entbunden und ist anschließend positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Wie Vanessa Nolte, Sprecherin der Kölner Bezirksregierung, am Freitag gegenüber dem GA sagte, liege das Ergebnis seit Mittwoch vor. „Die Frau, ihre Familienangehörigen und Kontaktpersonen wurden umgehend isoliert und werden medizinisch betreut“, erklärte Nolte. Das Kind sei für weitere Untersuchungen im Krankenhaus geblieben. Dort soll unter anderem ein Test auf das Virus durchgeführt werden, um herauszufinden, ob das Kind möglicherweise ebenfalls infiziert ist. Auch die behandelnde Ärztin und die während der Entbindung anwesenden Pfleger würden getestet, berichtete Nolte. Am Maifeiertag war vonseiten des Marienhospitals keine weitere Auskunft zu bekommen. Man verwies auf die Geschäftsführung, die erst am Montag wieder erreichbar sei.

Laut Bezirksregierungs-Sprecherin Nolte sei die Mutter vor der Entbindung bei einer Testung aller Bewohner der Ermekeilkaserne negativ auf das Virus getestet worden. Wie berichtet, sind eine Reihe von in der Unterkunft untergebrachten Flüchtlingen infiziert. Als Erstaufnahmeeinrichtung des Landes ist die Bezirksregierung zuständig und nicht die Stadt Bonn.

Durch den nun bekannt gewordenen Fall erhöht sich die Zahl der Erkrankten auf 41 von insgesamt 271 Bewohnern der in der Südstadt liegenden ehemaligen Kaserne. Zudem tragen drei Mitarbeiter des Einrichtungsbetreibers DRK Nordrhein das Virus in sich sowie zwei Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes. Das DRK werde nach Maßgabe des Gesundheitsamtes alle drei Tage eine Volltestung durchführen, gab die Bezirksregierung bekannt. Die Flüchtlingsunterkunft steht seit dem ersten bestätigten Fall von Dienstag letzter Woche unter Quarantäne.