Europawahl in Bonn Wahlbenachrichtigung ging an eine seit zehn Jahren Verstorbene

Bonn · In Bad Godesberg wollte ein Zusteller die Wahlunterlagen für eine Bürgerin einwerfen, die laut einer Nachbarin vor zehn Jahren verstorben ist. Solche Fälle kommen selten vor, sagt die Stadt – und erklärt, wann die Stimme von Toten regulär zählt.

Das Wahlbüro der Stadt Bonn.

Das Wahlbüro der Stadt Bonn.

Foto: Benjamin Westhoff

In diesen Tagen bekommen etwa 250.000 Bonnerinnen und Bonner ihre Wahlbenachrichtigungen für die Europawahl am 9. Juni per Post zugestellt. Im Stadtbezirk Bad Godesberg wollte ein Zusteller – letztlich vergeblich – die Unterlagen einer Dame in den Briefkasten einwerfen, die offenbar nicht mehr unter den Lebenden weilt. Ihr Name, der der Redaktion bekannt ist, war unter der angegebenen Adresse nicht am Briefkasten zu finden, sodass der Zusteller bei einer Nachbarin um Rat fragte. Die Nachbarin wiederum konnte mit der Auskunft helfen, die Seniorin sei vor mittlerweile zehn Jahren gestorben und ihr Haus von den Hinterbliebenen längst verkauft.