1. Bonn
  2. Stadt Bonn

Betrugsmasche: Falsche Polizisten in Bonn und der Region unterwegs

Betrugsmasche : Falsche Polizisten in Bonn und der Region unterwegs

Immernoch sind Betrüger in Bonn und der Region unterwegs. Sie geben sich als Polizisten aus und wollen so vor allem bei älteren Bürgern die Herausgabe von Bargeld und Schmuck erwirken. Die Polizei Bonn warnt eindringlich vor der Masche.

Die Anzahl der Anrufe falscher Polizisten in Bonn und der Region steigt weiter an. Nach Angaben der Bonner Polizeibehörde gingen bei ihr allein in den vergangenen zwei Tagen 15 Meldungen zu den Betrügern ein. Die haben es vor allen Dingen auf eines abgesehen: Geld und Wertsachen der angerufenen Senioren.

Am Mittwochnachmittag konnte laut Bericht in letzter Sekunde die Übergabe von mehreren Tausend Euro verhindert werden. Eine 80-jährige Bonnerin war zunächst auf das Ansinnen eingegangen. Sie übergab einen Umschlag mit dem Geld an einen Taxifahrer. Dann kamen der Frau allerdings Zweifel. Sie rief den Notruf 110 an. Sofort war den Bonner Beamten klar, dass die Betrüger das Taxi geordert hatten, um das Geld abholen zu lassen. Der ahnungslose Taxifahrer konnte erreicht und das Geld durch die Polizei sichergestellt werden. In den anderen Fällen der vergangenen Tage ließen sich die Angerufenen nicht auf die Forderungen ein.

Die Masche der Telefonbetrüger ist nicht neu. Sie rufen ältere Frauen und Männer an und geben sich als Polizeibeamte aus. Zur Unterstützung ihrer Geschichte erscheint im Display der Angerufenen die Rufnummer 02 28/1 10. Die Anrufer erzählen, dass sie eine Einbrecherbande festgenommen hätten. Ein Täter sei allerdings noch flüchtig. Da man bei den Verdächtigen in einem Adressbuch auch den Namen und die Anschrift der Angerufenen gefunden habe, wolle man diese nun vor dem Diebstahl warnen und fordern sie auf, das gesamte Bargeld und den Schmuck im Haus zu sammeln, um es von einem Kriminalbeamten abholen und an einen "sicheren Ort" bringen zu lassen. Selbstverständlich versprechen die Anrufer, das Geld oder die Sachen zurückzubringen, wenn die Gefahr vorbei sei.

Mit dieser Vorgehensweise haben die Betrüger mittlerweile in ganz Deutschland hohe Geldbeträge oder große Mengen an Schmuck erbeutet. Dennoch warnt die Bonner Polizei erneut eindringlich vor den Betrügern. Generell gelte: Die Polizei ruft nicht mit der Anruferkennung "110" an. Die Täter nutzen eine Computersoftware, die im Display der Angerufenen die Telefonnummer erscheinen lässt. Mit dem sogenannten Call ID-Spoofing kann jede beliebige Nummer am Telefon des Angerufenen angezeigt und so eine falsche Identität vorgetäuscht werden.

Weitere Informationen zum Schutz vor Trickbetrügern gibt es auf https://bonn.polizei.nrw/artikel/telefonbetrueger-zielen-auf-senioren.