Festspielhaus: Architekt legt Veto ein

Bonn · Nach ihrem Vorschlag, ein neues Beethoven-Festspielhaus in der Rheinaue errichten zu lassen, bekommt die Verwaltung Gegenwind aus München.

Landschaftsarchitekt Gottfried Hansjakob hat einen Anwalt eingeschaltet, der die Stadt Bonn schriftlich auf dessen Urheberrechte hinweist. Der Brief ist am Freitag im Planungsdezernat eingegangen.

Das Festspielhaus, so der Verwaltungsvorschlag, soll auf dem Gelände des früheren Rheinland-Pfalz-Pavillons unterhalb des Posttowers gebaut werden. Das würde nicht nur die Urheberrechte des Landschaftsarchitekten berühren, sondern auch den angrenzenden Bötchensee beeinträchtigen, heißt es nach GA-Informationen in dem Schreiben. Hansjakob sei verwundert, dass er von den Plänen bisher nur aus den Medien erfahren habe. Er sei aber verhandlungsbereit.

Stadtsprecherin Monika Hörig bestätigt den Eingang des Briefes. Die Verwaltung werde mit dem Landschaftsarchitekten in "konstruktive Gespräche" eintreten. Das habe sie ohnehin vorgehabt, sobald der Rat einen Standortbeschluss für die Rheinaue gefasst hat. Diese Entscheidung steht nächsten Donnerstag an.

In ihrer Festspielhaus-Beschlussvorlage hatte die Verwaltung bereits darauf hingewiesen, dass eine Abstimmung mit dem Rheinauen-Planer aus urheberrechtlichen Gründen notwendig sei. Das Gelände gehört der Stadt. Für das Festspielhaus müsste es rund um den Hügel, auf dem der Pavillon steht, umgestaltet werden.

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