Fête du Bermudadreieck am Sonntag Party soll Starthilfe für das Bonner Nachtleben geben

Bonn · Die Clubs Nachtschicht, Nachtlounge, Namenlos und die Frittebud bilden das Party-Bermudadreieck in Bonn. Das sagen zumindest zwei Bonner Veranstalter, die mit einer besonderen Party am Sonntag die Bonner Clubszene beleben wollen.

Die Fête du Bermudadreeieck lädt zum Feiern in verschiedenen Bonner Discotheken ein (Symbolfoto).

Die Fête du Bermudadreeieck lädt zum Feiern in verschiedenen Bonner Discotheken ein (Symbolfoto).

Foto: dpa/Sophia Kembowski

Wer in Bonn wohnt und die Nacht durchtanzen möchte, der fährt nach Köln. Die Auswahl an Clubs ist dort viel größer. Die beiden Veranstalter Julius Klüver und David Statthalter finden das schade. „Dem Bonner Nachtleben tut es nicht gut, wenn man zum Tanzen nach Köln fährt“, sagt Klüver. Als er vor 16 Jahren in Bonn studiert hat, gab es in Bonn zwölf Clubs - heute sind es vier. „Ich habe das Gefühl, dass das Bonner Nachtleben ausstirbt“, sagt der Veranstalter. „Wir wollen zeigen, dass es in Bonn nicht nur Fachschaftspartys gibt, sondern auch neue Konzepte.“ Deswegen veranstalten die beiden Partymacher am Sonntag, 19. Mai, das Fête du Bermudadreieck, dieses Jahr in der zweiten Auflage.

Bei der Party handelt es sich um mehrere Kneipen und Clubs, die an einem Abend gemeinsame Veranstaltung organisieren. Die Bonnerinnen und Bonner können in der Nachtschicht und im Namenlos an der Bornheimer Straße sowie in der Nachtlounge und in der Frittdebud an der Franzstraße feiern. Die Frittebud ist eigentlich ein Imbiss, in dem es Burger und Pommes gibt. „Wir dachten, dass es ganz schön werden könnte, wenn man einen Laden, in dem man Burger isst, auch tanzen kann und etwas Außergewöhnliches ausprobiert“, sagt Klüver.

In den verschiedenen Clubs gibt es von 20 bis 22 Uhr Workshops zu verschiedenen Themen: Klüver und Statthalter wollen jungen Menschen die Arbeit als DJ oder Veranstalter näherbringen. Ab 22 Uhr kann dann mit nur einem Eintrittsticket in den verschiedenen Locations gefeiert werden. Der Preis wird niedrig gehalten: Für acht Euro im Vorverkauf oder zehn Euro an der Abendkasse können die Besucher auf alle Partys gehen und den Club wechseln. Für die Workshops sollen sich Interessierte frühzeitig anmelden, denn die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Das geht über die Facebook-Veranstaltung. Wer einen Workshopplatz bucht, kann außerdem automatisch auch auf die Partys gehen.

Nur weibliche DJs

Bei dem Programm war es den beiden Veranstaltern wichtig, weibliche DJs und Musikerinnen in den Fokus zu rücken. „Denn Frauen sind in dem Bereich unterrepräsentiert und das wollen wir ändern“, sagt Klüver. Außerdem spielt eine Musikerin in der Nachtschicht ein Konzert. „So können die Gäste, die in der Schlange warten, schon Musik hören und sich einstimmen“, sagt Klüver. Den Veranstaltern war es außerdem wichtig, dass alle DJs und die Sängerin neu in der Branche sind, um ihnen eine Bühne zu bieten. Aufgelegt werden verschiedene Genres von Hip Hop bis Pop oder House und Techno.

Bilder: So feierten die Bonner früher
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Dazu kommt, dass die Veranstaltung einen besonderen Namen hat. Dabei haben sich Klüver und Statthalter auch etwas gedacht: „Aktuell kann man in Bonn vor allem in dieser Ecke feiern und tanzen gehen“, sagt Klüver. Das Bermudadreieck hätten sie mit in den Namen genommen, weil am richtigen Bermudadreieck immer wieder Schiffe verschwinden. „So ist das bei einer guten Partynacht auch. Irgendwer geht immer verloren“, sagt Klüver.

Das erste Fête du Bermudadreieck fand vor zwei Jahren statt. Klüver und Statthalter hätten gutes Feedback bekommen und sich daher dazu entschieden, die Party dieses Jahr neu aufzulegen. Seit Ostern ist die Bermuda-Party in Planung. Das Ziel der beiden Veranstalter ist es, das Bonner Nachtleben wieder attraktiver zu machen. So können Bonnerinnen und Bonner nach einer durchzechten Partynacht zu Fuß nach Hause gehen, statt in Köln auf einen Zug zu warten.

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