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Flutkatastrophe: S23 zwischen Bonn und Rheinbach fährt ab 30. August

Zerstörte Bahnstrecken in der Region : Voreifelbahn S23 fährt ab 30. August wieder auf Teilstrecke

Die Reparaturarbeiten an den durch die Flut zerstörten Bahnschienen geht voran. So kann die S23 ab dem 30. August in einem Abschnitt wieder fahren. Auch ein Teilstück der Ahrtalbahn ist ab Jahresende wieder offen.

Die Deutsche Bahn wird ab Montag, 30. August, 4 Uhr, den Zugbetrieb auf der Voreifelbahn (S 23) von Bonn bis nach Rheinbach wieder aufnehmen. „Nach der schweren Flutkatastrophe musste die DB zunächst das Gleisbett komplett von angeschwemmtem Unrat befreien“, teilt das Unternehmen mit. „Zudem muss auf dem gesamten Streckenabschnitt der Schotter gestopft werden, um den Untergrund so zu verdichten, dass wieder Zugfahrten ohne Einschränkungen durchgeführt werden können.“

Die Bahn hat zudem Signale repariert oder ersetzt und sie an das Elektronische Stellwerk (ESTW) Euskirchen gebunden. Bis Ende des Jahres soll auch eine Teilstrecke der Ahrtalbahn wieder befahrbar sein, und zwar zwischen Remagen und Walporzheim.

Komplizierter ist es mit dem anschließenden Stück bis Ahrbrück: Da sind umfangreiche Erneuerungsarbeiten erforderlich, „da die Flut die Infrastruktur komplett zerstört hat“, so die DB. Für konkrete Prognosen, wann dort wieder Züge fahren, brauche es zunächst weitere Bestandsaufnahmen und detaillierte Planungen für Reparaturen beziehungsweise den Neubau der Infrastruktur. Auch zwischen Rheinbach und Euskirchen ist noch länger kein Zugverkehr möglich.

Erst „deutlich nach 2021“ könne der Abschnitt der Eifelbahn zwischen Euskirchen und Trier wieder benutzt werden. Umfangreiche Erneuerungsarbeiten sind notwendig, „da die Flut die Infrastruktur komplett zerstört hat“, wie die Bahn erklärte. Dies gilt auch für die Erfttalbahn von Euskirchen bis Bad Münstereifel. Die Teilstrecke an der Ahr zwischen Walporzheim und Ahrbrück ist so erheblich geschädigt, dass die Bahn auch hier noch nicht sagen kann, wann wieder Bahnen fahren.

„Die Instandsetzungs- und Reparaturarbeiten an Gleisen, Brücken, Oberleitungsmasten, Bahnübergängen sowie Stellwerken, Bahnhöfen und Technik laufen in den kommenden Wochen und Monaten ununterbrochen weiter – auch an Strecken, die bereits wieder für den Zugverkehr freigegeben sind“, erklärt die Bahn. Spezialisten untersuchen Bauwerke und den Untergrund von Bahnhöfen unter anderem mit Georadar. Ziel sei es, bis Jahresende rund 80 Prozent der vom Hochwasser betroffenen Strecken für die Reisenden wieder befahrbar zu machen. (mit Material von dpa)