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Anbieter Spin: Ford-Unternehmen bietet jetzt E-Scooter in Bonn an

Anbieter Spin : Ford-Unternehmen bietet jetzt E-Scooter in Bonn an

Die Liste der E-Scooter-Anbieter in Bonn ist um einen Namen länger geworden: Spin. Die E-Scooter-Firma gehört zum Ford-Konzern und ist im Juni in Deutschland gestartet. Ein anderer Anbieter hat seine E-Scooter nach einer Corona-Pause dagegen nicht wieder ausgepackt.

Für die einen ein lästiger Anblick im Straßenbild, für die anderen eine willkommene Möglichkeit, mobil in der Stadt unterwegs zu sein: E-Scooter sind in Bonn schon lange ein Diskussionsthema. Nun gibt es erneut Bewegung auf dem hiesigen E-Scooter-Markt. Mit Spin ist ein neuer Anbieter dazugekommen. Die Firma gehört zum Ford-Konzern und ist bisher in 65 Städten und an 25 Universitäten in den USA vertreten. Deutschland ist nun das erste europäische Land, in dem es die E-Scooter zu leihen gibt. Anfang Juni startete das Unternehmen in Köln, mittlerweile sind mit Dortmund, Essen, Herne und seit Ende Juni auch Bonn vier weitere Städte hinzugekommen.

„Als einer der größten Ballungsräume Europas ist die Region Rhein-Ruhr mit Städten wie Köln, Bonn und vielen weiteren für uns natürlich interessant. Erfreulicherweise zeigte sich die Stadt Bonn offen für unser Angebot, sodass der Launch schnell und problemlos erfolgen konnte“, teilte Spin mit. Dass die Stadt so offen für dieses Angebot war, liegt auch am Weggang des Anbieters Lime, der sich zu Beginn der Corona-Krise aus der Bundesstadt zurückzog. Hieß es zunächst noch, dass Lime wieder zurückkommen wolle, teilte Alexander Graf von Pfeil, General Manager des Unternehmens in Deutschland, nun mit: „Aktuell haben wir keine konkreten Pläne, wann wir mit unseren E-Scootern nach Bonn zurückkehren werden.“ Grund für den Weggang sei die durch die Corona-Maßnahmen rückläufige Nachfrage sowie die geringere Anzahl von Berufspendlern.

Den Weggang machte sich das Ford-Unternehmen Spin zu Nutze und ergänzt von nun an das E-Scooter-Angebot in Bonn neben Tier Mobility und Dott. Bis zu 300 Scooter von Spin stehen mittlerweile in Bonn, ein Ausbau des Angebots sei jederzeit möglich, heißt es. „Teil unserer Philosophie ist es, Mobilitätskonzepte enger zu vernetzen und E-Scooter nachhaltig in bestehende Verkehrsnetze zu integrieren“, so das Unternehmen. Deshalb sei eine Partnerschaft mit der Stadt Bonn und ein enger Abgleich der Interessen unerlässlich. Dazu gehört auch die Kooperation mit hier ansässigen Unternehmen. „Momentan führen wir mit verschiedenen Unternehmen Gespräche und arbeiten an entsprechenden Ideen.“

Anders als die anderen Anbieter in Bonn wird für die Spin-Scooter keine Freischaltgebühr nötig, dafür ist der Minutenpreis von 30 Cent höher als bei der Konkurrenz. Die E-Scooter können im gesamten Stadtgebiet genutzt werden. Eingesammelt werden sollen die Elektro-Tretroller täglich. Auch verspricht das Unternehmen, Gefährte der Konkurrenz aufzurichten, wenn diese am Boden liegen. Erkannt hat man in dem in Köln ansässigen Unternehmen, dass blockierte Gehwege ein Ärgernis sind. Sogenannte Spin-Hubs sollen das in Zukunft verhindern. Diese Ladestationen sollen ein geordnetes Abstellen fördern - und die Nutzer sollen dafür belohnt werden. „Um dem Problem des Wildparkens Herr zu werden, wurden in Köln bereits erste feste Parkflächen für E-Scooter eingerichtet - natürlich in enger Zusammenarbeit mit der Stadt.“

(mit Material von dpa)