Ausstellung des Stadtmuseums So unterschiedlich blicken Hobby-Fotografen auf die Bonner Innenstadt

Bonn · In der Bonner Innenstadt richtet sich der Blick oft auf Verkehr und Leerstände. Bei einer Ausstellung im Studio_bnx heben die Teilnehmer die liebenswerten Seiten der City hervor – und offenbaren dabei teils überraschende Perspektiven.

Kristina Speichert (links), David Schwarz und Yvonne Katzy zeigen im Studio_bnx die Fotos der Bonner Innenstadt..

Kristina Speichert (links), David Schwarz und Yvonne Katzy zeigen im Studio_bnx die Fotos der Bonner Innenstadt..

Foto: Benjamin Westhoff

Wie schauen Bonnerinnen und Bonner auf ihre Innenstadt? Während einige an das Rathenauufer im Sonnenschein oder bunt gefärbte Blätter vor der Oper denken, kommen anderen Hochhäuser in Castell oder ein Gleis am Hauptbahnhof in den Sinn. Rund 50 Hobbyfotografinnen und -fotografen zeigen bei der Fotoaktion „meine l(i)ebenswerte Innenstadt“ des Bonner Innenstadt-Managements ihren persönlichen Blick auf die City. Die Ergebnisse präsentierte das Innenstadtmanagement am Dienstagabend bei einer Vernissage im Studio_bnx des Stadtmuseums Bonn an der Franziskanerstraße.

Bilder zeigen verschiedenste Perspektiven

Wie unterschiedlich Menschen die Innenstadt erleben, machte ein Blick auf die ausgestellten Bilder deutlich: Neben dem Münster- und Marktplatz, dem Hofgarten oder der Altstadt hielten viele Beteiligte auch das Stadthaus sowie verschiedene U-Bahn-Haltestellen fest. Kristina Speichert und David Schwarz vom Innenstadtmanagement Bonn sind mit den Ergebnissen zufrieden. „Man hat gemerkt, dass die Leute sich damit beschäftigt haben, was sie mit ihren Fotografien abbilden wollen. Da spricht die Ausstellung auch für sich“, sagte Schwarz.

Judith Bonnet hatte im Rahmen der Foto-Aktion ein Bild des Bonner Münsters eingereicht. Aufgenommen habe sie das Foto aus dem Galeria-Gebäude hinaus, erläuterte sie. Damit vereine das Bild zwei Bonner Wahrzeichen, die erhalten bleiben sollten. Bonn sei schlichtweg einzigartig, sagte Besucherin Greta Mueller. Sie lebe gerne hier. Der Favorit der Godesbergerin war das Bild einer Magnolie vor dem Hauptgebäude der Universität.

Juliane Heinze beteiligte sich unter anderem mit dem Foto eines Balance-Aktes auf dem Zaun der Poppelsdorfer Allee. Sie schätze die Allee als einen schönen Kontrast zum nahe gelegenen Hauptbahnhof, sagte die Studentin, die in Bonn-Castell wohnt. Ein weiteres Bild, das sie eingereicht habe, sei spontan während eines Segelflugs über dem Rhein entstanden.

Foto-Aktion als Teil des Diskurses über die Innenstadt

Ziel der Foto-Aktion sei gewesen, Lieblingsorte oder auch Erlebnisse in der Stadt mit anderen Menschen in Bonn zu teilen, erklärte Schwarz zum Beginn der Vernissage. Es sei momentan zuweilen schwierig, über die Innenstadt zu sprechen, ergänzte seine Kollegin Speichert. Die ausgestellten Fotos sollen verschiedene Perspektiven – und nicht zuletzt auch die Schönheit der Innenstadt – offenbaren.

Hobby-Fotografen zeigen ihre Perspektiven auf die Bonner City
34 Bilder

Hobby-Fotografen zeigen ihre Perspektiven auf die Bonner City

34 Bilder
Foto: Rosario Gomez Roblero

Mit der Ausstellung im Studio_bnx wolle das Innenstadtmanagement zu einem Diskurs über die City beitragen. „Wir müssen über die Innenstadt sprechen und daraus auch Ideen für eine Innenstadt der Zukunft entwickeln“, erklärte sie. Getreu des Mitmach-Charakters der Ausstellung können Gäste noch bis Ende März eigene Bilder vor Ort ausdrucken und so ein Teil der Aktion werden. Danach fungiere das Studio_bnx wieder als Beteiligungsraum für Interessierte zur Neukonzeption des Stadtmuseums, erklärte dessen Leiterin Yvonne Katzy: „Alles, was Bonn ausmacht, sammeln wir hier.“

Die Ausstellung kann noch bis 30. März dienstags bis samstags von 11 bis 18 Uhr im Studio_bnx an der Franziskanerstraße 3 besucht werden.

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