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Denkmalgeschützten Schwimmhalle: Frankenbadverein will Sanierung für das Hallenbad

Denkmalgeschützten Schwimmhalle : Frankenbadverein will Sanierung für das Hallenbad

Der Verein Frankenbadfreunde will mit einem Bürgerantrag in der Bezirksvertretung Bonn für eine Sanierung der denkmalgeschützten Schwimmhalle kämpfen. Die Bezirksvertreter müssten sich zur Erhaltung des Bades bekennen, fordert der Verein in einer Mitteilung.

Die Stadtverwaltung schlägt im neuen Bäderkonzept zwei Varianten für den Stadtbezirk Bonn vor: eine Generalsanierung des Frankenbads für geschätzte 35 Millionen Euro oder eine neue Halle am Römerbad für rund 30 Millionen Euro. Die Frankenbadfreunde lehnen den Alternativstandort ab. Er sei zu weit von den innerstädtischen Wohngebieten entfernt und schlecht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Auch wirtschaftlich sei die Sanierung besser: Zu den Neubaukosten am Römerbad müsse man noch die Sanierung des Baudenkmals Frankenbad für andere Nachnutzungen hinzurechnen, argumentiert der Verein. Allerdings müsste nach Stadtangaben vor einer Sanierung zwingend ein Interims-Bad (geschätzte Kosten: zehn Millionen Euro) errichtet werden, um das Schul- und Vereinsschwimmen abzusichern.

Interims-Bad ist nur in einer Konstellation verzichtbar

Dieses temporäre Bad würde auch als Ausweichstätte für das Bad im Sportpark Nord genutzt, das auf jeden Fall saniert werden soll. Das Interims-Bad ist laut Stadt nur in einer Konstellation verzichtbar: Wenn zunächst der Neubau am Römerbad als dauerhafter Ersatz für das Frankenbad fertiggestellt würde. Dann könnten die Nutzer aus dem Sportpark Nord – Schulen, SSF Bonn und Landesleistungsstützpunkt – während der Sanierung im Neubau unterkommen. „Dies erfordert allerdings, dass zügig mit dem Bau eines Bades am Römerbad begonnen werden kann“, sagt Stadtsprecherin Monika Hörig. „Ob dies realistisch ist, wird der weitere Prüfungsprozess ergeben.“

Für die bereits beschlossene Modernisierung des Hardtbergbades sei dagegen keine Interims-Halle notwendig. Die Schulen sollen während dieser Sanierung auf Lehrschwimmbecken in der Ludwig-Richter-Schule und der Derletalschule ausweichen. Diese Becken werden später, so der Verwaltungsvorschlag, durch weitere Wasserfläche im Hardtbergbad ersetzt. Das gesamte Konzept, das auch Neubauten in Beuel und Bad Godesberg bei Gesamtinvestitionen von rund 130 Millionen Euro vorsieht, soll ab Mai im Rat diskutiert werden.