Freude über Ende der Hängepartie

BONN · Der mit breiter Mehrheit gefasste Ratsbeschluss zur Realisierung eines Festspielhauses in der Rheinaue ist bei den Festspielhausfreunden und bei den Bürgern für Beethoven auf positive Resonanz gestoßen. In einer Erklärung bedauern die Festspielhausfreunde jedoch, dass weiterhin die Prüfung der alternativen Variante "Renovierung der Beethovenhalle" empfohlen werde."

Wir freuen uns, dass Rat und Verwaltung nun vielen unserer Argumente folgen, die wir seit zwei Jahren immer wieder betont haben. Damit ist die Hängepartie hoffentlich beendet", sagte Vorsitzende Monika Wulf-Mathies.

Für die Bürger für Beethoven sagte deren Vorsitzender Manfred Jung: "Jetzt kommt es darauf an, alle Kräfte zu bündeln. Wir erwarten aber auch, dass die Verwaltung nun unverzüglich einen Runden Tisch ,Beethovenpflege' einberuft und mit dessen Sachverstand zielführend die vom Rat erteilten Aufgaben bewältigt."

Nach einer rund zweijährigen Hängepartie hatte der Rat am Donnerstagabend grünes Licht für den Bau eines Konzerthauses gegeben (der GA berichtete). Derzeit sind noch die Entwürfe von Zaha Hadid ("Diamant") und dem Büro Hermann & Valentiny ("Wellen") im Rennen. Unklar ist allerdings noch die Finanzierung der auf bis zu 100 Millionen Euro geschätzten Baukosten.

Die Deutsche Post hat sich bereit erklärt, das Bauprojekt mit 30 Millionen Euro mitzufinanzieren. Den Rest sollen die Initiative "5000 für Beethoven" sowie weitere Spender und Großsponsoren bereitstellen. Die Stadt wird sich laut Ratsbeschluss nicht an den Baukosten beteiligen.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort