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Bäder in Bonn: Frühschwimmer kritisieren Stadt

Bäder in Bonn : Frühschwimmer kritisieren Stadt

Die Diskussionen um die Zukunft der Bonner Schwimmbäder reißen nicht ab. Die Stadt hatte jüngst den Politikern mehrere Vorschläge unterbreitet, wie gespart werden könnte.

Zum Beispiel mit einem Ein-Schicht-System in den Freibädern. Das ruft nun die Bonner Frühschwimmer auf den Plan, die befürchten, dass sie - auch in den Hallenbädern - auf der Strecke bleiben und der Stadtrat im März Nägeln mit Köpfen macht.

"Wir vermissen keine Spaßbäder, wir schwimmen aus gesundheitlichen Gründen, und unsere Bonner Bäder sind dafür alle wunderbar geeignet", teilt Beatrix Hornef mit. "Unsere Knie, Rücken und Seelen brauchen das Wasser. Viele von uns können nicht in die Bäder der umliegenden Gemeinden ausweichen, da wir kein Auto (mehr) haben oder keine weiten Strecken mehr fahren können. Und die wenigsten von uns haben die Möglichkeit, abends schwimmen zu gehen."

Hornef will aber nicht nur kritisieren, sondern macht auch einen Vorschlag zur Verteilung der Öffnungszeiten beim Ein-Schicht-System, "der uns zumindest an drei bis vier Tagen pro Woche unser Frühschwimmen erhält".

Wintersaison Hallenbäder: An den Wochenenden die Öffnungszeiten beibehalten. Dienstag bis Freitag zwei Tage Frühschicht (6.30 bis 14.30 Uhr), zwei Tage Spätschicht (etwa 11 bis 19 Uhr).

Sommersaison Freibäder: An den Wochenenden einheitlich 11 bis 19 Uhr, aber zusätzlich in zwei Bädern der Stadt bei zwei Schichten bleiben und früh öffnen, denn ab Mittag ist die Sonneneinstrahlung viel zu hoch, um längere Distanzen schwimmen zu können und außerdem ist es dann auch oft zu voll. Montag bis Freitag zwei Tage Frühschicht (6.30 bis 14.30 Uhr), drei Tage Spätschicht (11 bis 19 Uhr bzw. 12 bis 20 Uhr bzw. 13 bis 21 Uhr).

Ansonsten schlägt Hornef vor, die Eintrittspreise zu erhöhen, um das Angebot für Frühschwimmer zu sichern. Zu den Sparvorschlägen der Stadt, über die die Politiker nun beraten sollen, gehören auch eine starre Saisonfestlegung für die Freibäder von Ende Mai bis Ende August, eine temperaturabhängige Öffnung der Freibäder (erst ab 22 Gard), andere Hallenbadzeiten und Saunaschließung im Kurfürstenbad. Je nach Verwaltungsvorschlag werden zwischen 41 000 und 283 000 Euro gespart - letzterer Betrag beim Einschicht-Betrieb, den die Frühschwimmer kritisieren.